Wermsdorf gibt den Sieg spät her – Beckebande lässt zuviel liegen
FSV Blau-Weiß Wermsdorf – FC Eilenburg II 3:3 (1:2)
Zum letzten Heimspiel der Saison empfingen wir die zweite Vertretung des FC Eilenburg. Tabellarisch Wermsdorf leichter Favorit, dennoch wussten wir, dass es heute keine einfache Aufgabe wird. Im Hinspiel wurden die Blau-Weißen vorgeführt und kamen mit 5:2 ziemlich hart unters Ruder.

Nach Verletzung rückte Kuhli wieder auf Zehn und Osse fing auf Links an, da der Maler 30 km Umweg hatte. Die ersten 20 Minuten gehörten den Platzbesitzern und wir kamen mehrmals gefährlich vor das gegnerische Tor. Das Einzige was ausblieb war der Torabschluss.

Eilenburg meist nur über lange Bälle gefährlich. In der 21. Spielminute ertönte ein lauter Pfiff, nach dem Osse im Strafraum niedergerungen wurde. Folge, Elfmeter für Blau-Weiß. Matsch nahm sich den Ball und ja was soll ich sagen…. VERSCHOSSEN. So bitter wie der Fußball dann ist, erzielte Eilenburg nur 7. Zeigerumdrehungen später, das 0:1 durch einen langen Ball, den der gegnerische Stürmer durch Glück oder Pech, in unserem Gehäuse unterbrachte, da Weidi nicht mehr den Ball von der Linie kratzen konnte. Im Anschluss machten die Jungs von Trainer Beckedahl dennoch viel richtig und hatten ihre Spots, konnten sich aber nicht belohnen.

Wenn das nicht hilft, vielleicht ein Standard. In der 35. Spielminute nahm sich Törtchen ein Herz (aus Törtchen) und so wie es das Ritual will, traf er mit einem Aufsetzer kurz vor dem Hüter zum 1:1 per Freistoß aus gut 25 Meter. Wermsdorf in Folge bissiger und hatte durch Matsch in der 40. Minute eine weitere 100-Prozentige, die der Hüter aber per Fußabwehr klären konnte. Gedanklich die Hubertusburger schon in der Halbzeit, erzielte Eilenburg in der 44. Minute, dass 1:2 durch einen nicht geklärten Ball, einer Zuckerflanke und eines gut genommenen Kopfballs. Wermsdorf wie so oft in dieser Saison in Rückstand. Man hätte haushoch führen können und rennt 45 Minuten den 3 Punkten hinterher. Die zweite Halbzeit fängt an, wie die Erste. Welle um Welle rollt es auf das Eilenburger Tor, aber wieder ohne Torerfolg. Es dauert bis zur 64. Spielminute, ehe Matsch zum 2:2 trifft mit einer Traumvorlage von Aui.

Es kommt noch besser, nur 4 Minuten später ertönt erneut ein Piff, nach dem der eingewechselte Maler im Strafraum der Eilenburger gefoult wurde – Chance zur Führung. Diesmal nahm sich Dustin Auerbach die Murmel …und … verwandelt zum 3:2.

Damit erzielte Aui seinen 20. Treffer in der laufenden Saison. Das Spiel fast nur noch auf ein Tor. Die Hubertusburger erspielten sich Chancen um Chancen, aber was fehlte war das verdiente Tor.

Wie man dann aber auch so schön sagt: „Wenn du Sie vorne nicht machst, bekommst du Sie hinten“. Reguläre Zeit vorbei. 5 Minuten Nachspielzeit und in der 91. Spielminute der Stimmungskiller für alle die es mit Wermsdorf haben. Langer Einwurf von Eilenburg und der mit nach vorn aufgerückte Innenverteidiger, setzte sich durch zwei durch und traf per Kopf zum 3:3.

Das Ergebnis sehr unpassend zum Spiel und es sind mehr zwei verlorene Punkte als ein gewonnener Punkt. Dennoch schauen wir nach vorne. Können sehr zufrieden mit der Saison sein und legen nochmal alles in das letzte Saisonspiel beim TSV 1862 Schildau. ML
