Stimmungsvolle Verabschiedung von Sebastian Hanisch – reichlich 100 Zuschauer sehen wie die alten Hasen kombinieren und Spaß am Toreschießen haben
SpG Luppa/Wermsdorf II – TSV Röcknitz 10:1 (3:1)
Bei bestem Fußballwetter wurde am 3. Mai auf dem Sportplatz an der Sachsendorfer Straße ein ganz besonderes Kapitel Vereinsgeschichte geschrieben. Im Nachholspiel der Kreisliga Ost gegen den TSV Röcknitz stand vor allem ein Mann im Mittelpunkt: Sebastian „Gerd“ Hanisch, der nach 16 Jahren im Männerbereich – geprägt von Einsatz, Erfolgen und unermüdlichem Kampfgeist – offiziell verabschiedet wurde.

Zu diesem Anlass ließen es sich zahlreiche Weggefährten aus vergangenen Jahren nicht nehmen noch einmal auf den Platz mit Sebastian aufzulaufen. Mit dabei waren unter anderem Denny Beckedahl, Sebastian Freiberg, Benjamin Münch, Carsten Rademacher, Holger Siebert, Florian Böttger, Robby Staude, Erik Niemann, Andy Freitag und Meik Eckert. Entsprechend hoch war der Altersdurchschnitt der Mannschaft – ein echtes „Oldie-Ensemble“, das jedoch eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass Klasse und Spielverständnis keine Frage des Alters sind.

Ergänzt wurde das Team durch einige junge Spieler, die für frischen Wind sorgten und sich nahtlos einfügten.

Mehr als hundert Zuschauer verfolgten die Partie und sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Immer wieder gab es Applaus, der sowohl den gelungenen Aktionen auf dem Platz als auch insbesondere dem scheidenden Spieler galt.

Von der ersten Minute an dominierte das Team von Hanisch das Geschehen. Spielfreude, kluge Kombinationen führten zu einem klaren und auch in der Höhe verdienten 10:1-Erfolg gegen den TSV Röcknitz.


Sebastian Hanisch selbst lief in dieser Partie als Kapitän auf und führte seine Mannschaft damit ein letztes Mal mit der Trikotnummer 8 auf das Feld – ein passender Rahmen für seinen Abschied.

Mit seinen inzwischen 40 Jahren verkörperte er dabei einmal mehr genau das, wofür er über all die Jahre stand: Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. In seiner langen Laufbahn hat er immer wieder gezeigt, dass er dorthin geht, wo es auch einmal wehtut – ohne große Worte, aber mit umso mehr Wirkung für seine Mannschaft. Auch persönlich hat er Herausforderungen gemeistert, die er mit der gleichen Ruhe und Stärke getragen hat, wie man sie von ihm auf dem Platz kennt. Eine besondere Geschichte schrieb natürlich der Hauptakteur selbst: In der 32. Minute bot sich Sebastian Hanisch die große Chance vom Punkt, doch der Strafstoß fand nicht den Weg ins Tor. Es schien fast, als würde sich das Fußballschicksal diesen Moment für später aufheben – und so kam es auch. In der 83. Minute war es schließlich soweit: Hanisch setzte mit dem Treffer zum 10:1 den Schlusspunkt und trug sich doch noch in die Torschützenliste ein.

Der Jubel war entsprechend groß und spiegelte die enorme Wertschätzung wider, die ihm über all die Jahre entgegengebracht wurde.

Dieser Tag war weit mehr als nur ein Fußballspiel. Er war ein würdiger Abschied für einen Spieler, der über eineinhalb Jahrzehnte hinweg das Gesicht seiner Mannschaft geprägt hat. Mit Leidenschaft, Einsatz und Verlässlichkeit hat Sebastian Hanisch Spuren im Verein hinterlassen – und wurde nun unter Applaus von Mitspielern, Weggefährten und Zuschauern gebührend verabschiedet.
Im Anschluss an die Partie klang der Nachmittag in geselliger Runde aus. Bei kühlen Getränken und vielen netten Worten wurde noch lange über gemeinsame Zeiten, Erfolge und Erlebnisse gesprochen – ganz im Zeichen von Sebastian Hanisch. Es war ein rundum gelungener Fußballnachmittag, der sportlichen Erfolg und emotionale Momente auf besondere Weise vereinte.

