Pokalfinale: Hubertusburger hauen vor 1000 Zuschauern alles rein und unterliegen nach großem Kampf kurz vor Ultimo – Danke an unsere vielen Unterstützer vor Ort – ihr wart klasse!

Endspiel: ESV Delitzsch – FSV Blau-Weiß Wermsdorf 1:0 (0:0)

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Das TZ-Bärenpokalfinale wurde in diesem Jahr zu einem echten Fußballfest. Mehr als 1000 Zuschauer sorgten im Hafenstadion in Torgau für eine beeindruckende Atmosphäre und einen würdigen Rahmen für das Herrenfinale zwischen dem ESV Delitzsch und dem FSV Blau-Weiß Wermsdorf.

Besonders die Anhänger aus Wermsdorf waren zahlenmäßig stark vertreten und sorgten mit lautstarker Unterstützung für eine eindrucksvolle Kulisse. Dennoch trugen beide Fangruppen mit Gesängen, Applaus und großer Leidenschaft zu einer stimmungsvollen und fairen Atmosphäre bei. Vor allem die Wermsdorfer Fans verliehen dem Finale über weite Strecken eine besondere Lautstärke.

Insgesamt war das Endspiel damit ein gelungenes Fußballfest. Kurz nach dem Abpfiff wurde die ansonsten friedliche und sportliche Atmosphäre jedoch durch eine hirnlose Provokation eines Delitzscher Anhängers vor dem Wermsdorfer Fanblock gestört. Die Situation sorgte verständlicherweise für Unmut unter den Wermsdorfer Fans. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass die Verantwortlichen des ESV Delitzsch unmittelbar reagierten und sich per Lautsprecherdurchsage bei den Anhängern aus Wermsdorf für den Vorfall entschuldigten. Damit setzten beide Vereine trotz des Zwischenfalls ein Zeichen für Respekt im Fußball. Die Hubertusburger hatten sich mit großem Kampfgeist und starken Leistungen über insgesamt fünf Pokalrunden ins Finale vorgearbeitet. Bemerkenswert dabei: Sämtliche Begegnungen mussten auswärts bestritten werden. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage setzte sich die Mannschaft immer wieder in spannenden und umkämpften Spielen durch und verdiente sich damit den Einzug ins Endspiel in Torgau. Die Pokalreise der Wermsdorfer war geprägt von Leidenschaft, Teamgeist und zahlreichen emotionalen Momenten.

Der Mannschaftsbus rollte Richtung Hafenstadion – hier wartete bereits ein beeindruckender Empfang. Die Fans sorgten mit einer Pyro-Show in blau-weiß für eine stimmungsvolle Kulisse. Mit im Konvoi des Mannschaftsbusses die blau-weißen Einlaufkinder, die unsere Männer auf das Spielfeld begleiten durften. Das habt ihr klasse gemacht Mädels und Jungs. Danke an die verantwortlichen Trainer und die Eltern für die Unterstützung.

Delitzsch hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Immer wieder tauchten die Rot-Schwarzen gefährlich vor dem Tor des Blau-Weiß Wermsdorf auf und erspielten sich gleich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Fünf Mal lag der Torschrei der Eisenbahner bereits in der Luft – fünf Mal hielt Wermsdorf mit allem dagegen, was an Körper, Wille und Herz auf dem Platz war.

Gleichzeitig blieben die von Coach Becke gut eingestellten Hubertusburger jederzeit gefährlich. Trotz des hohen Drucks durch den ESV Delitzsch gelang es der Mannschaft immer wieder, selbst offensive Akzente zu setzen und sich eigene Chancen zu erarbeiten. Im Spiel heraus blieb Wermsdorf präsent.

Immer wieder suchten sie den Abschluss oder kamen nach schnellen Kombinationen zu vielversprechenden Schussmöglichkeiten. Diese Szenen sorgten nicht nur für Entlastung, sondern zeigten auch: Wermsdorf war nicht nur zum Verteidigen gekommen, sondern bereit, selbst zuzuschlagen. So blieb das Finale bis zum Pausenpfiff offen – ein Spiel in dem Delitzsch drückte, aber Wermsdorf immer wieder mutig zurückschlug und sich seine eigenen Möglichkeiten erkämpfte. In der Halbzeitpause hatte Trainer Denny Beckedahl sichtbar gut eingestellt. Das Team kam entschlossen aus der Kabine und erzwang zunächst Gleichwertigkeit. In der Schlussphase dieses Pokalfinales lag die Entscheidung zugunsten der Wermsdorfer mehrfach in der Luft. In der 80. Minute bot sich Tim Kuhl die große, vielleicht die größte Möglichkeit des Spiels: Nach einer starken Aktion kam er zum Abschluss und setzte einen Schlenzer bereits am geschlagenen Torhüter vorbei Richtung langes Eck – doch das Aluminium rettete für den ESV Delitzsch.

Die Lattenoberkante verhinderte den möglichen Führungstreffer und ließ Wermsdorf nur fassungslos zurück. Und wie es im Fußball so oft ist, wenn solche Chancen ungenutzt bleiben, schlägt es auf der anderen Seite eiskalt zurück. In der 89. Minute setzte sich ein Delitzscher Spieler entscheidend durch und wurde im Strafraum gestoppt werden. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt – die Szene, die dieses Finale kippen sollte. In der 90. Minute verwandelte Delitzsch den fälligen Strafstoß zur Führung. Ein Treffer, der wie ein Nackenschlag wirkte – genau in dem Moment, in dem Wermsdorf selbst so nah dran war, das Spiel für sich zu entscheiden. Als wäre das nicht schon bitter genug, musste im Anschluss auch noch Kapitän Justus Keller nach dem verursachenden Foul das Feld verlassen. Der Blau-Weiß Wermsdorf ging damit in der entscheidenden Phase auch noch in Unterzahl in die Nachspielzeit. Trotz allem war der Wille noch einmal spürbar. Wermsdorf warf in den letzten Minuten alles nach vorne, wechselte, kämpfte, lief, probierte es mit langen Bällen und letzter Energie – doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Die Unterzahl, die Zeit und der Rückstand waren letztlich zu viel.

Was blieb, war die bedingungslose Unterstützung der eigenen Fans, die ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde nach vorne peitschten und trotz der bitteren Wendung hinter den Blau-Weißen standen. Ein Finale, das Wermsdorf so lange offenhielt – und das am Ende durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Auch wenn dieses Pokalfinale am Ende knapp verloren ging, bleibt vor allem eines: großer Stolz auf diese Mannschaft.

Danke an jeden einzelnen Spieler, der über 90 Minuten und darüber hinaus alles investiert hat. Danke an das Trainerteam rund um Denny Beckedal, der die Mannschaft perfekt eingestellt und in der Halbzeit noch einmal zurück ins Spiel geführt hat. Danke auch an die Wechselspieler, die jederzeit bereit waren wenn sie gebraucht wurden. Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Vereinsvorstand, der im Hintergrund dafür gesorgt hat, dass alle organisatorischen Aufgaben zuverlässig abgewickelt wurden. Dadurch konnte sich die Mannschaft voll und ganz auf das Training und das Spiel konzentrieren und hatte jederzeit den nötigen Kopf frei für das Wesentliche auf dem Platz. Dank an unser Pyro-Team Nacki, Resi und Raschki.

Pokallegende Dierk Kupfer bereitete die Kicker kulinarisch perfekt auf die Pokalspiele vor – danke! Ebenso ein großes Dankeschön an die vielen fleißigen Helfer sowie an die Ordner, die mit ihrem Einsatz für einen reibungslosen und sicheren Ablauf dieses Endspiels gesorgt haben. Ein herzlicher Dank geht auch an Manja Jakulat, die den Mannschaftsbus sicher und zuverlässig gesteuert und damit einen wichtigen Teil zum gelungenen Ablauf dieses Finaltages beigetragen hat. Respekt vor der perfekten Organisation des Endspiels durch den Nordsächsischen Fußballverband.

Bilder Dana Petzold, Thomas Kamm, RW und AK

Und ganz besonders: Danke an die Fans, die diese Mannschaft getragen, gepusht und bis zur letzten Sekunde lautstark unterstützt haben – egal, wie bitter der Spielverlauf am Ende war.

Diese Leistung zeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Mit genau diesem Zusammenhalt, diesem Willen und dieser Leidenschaft ist es keine Frage des Ob, sondern des Wann – vielleicht steht der Blau-Weiß Wermsdorf in den nächsten Jahren wieder im Hafenstadion im Endspiel und greift erneut nach dem Pokal. Auf gehts Hubertusburger!

Film Martin Kracht