Unser Präsident: Die wahren Sieger seid Ihr!

Wenn man das Finale einer Pokalrunde erreicht, will man es natürlich auch gewinnen, keine Frage. Wenn man dieses Finale nach aufopferungsvollem Kampf denkbar knapp verliert, ist man sehr enttäuscht, auch keine Frage.

Wenn man das Ganze aber mit einem Abstand von ein paar Stunden und dabei alle Umstände betrachtet, dann bin ich und mit mir unzählige Hubertusburger einfach nur unglaublich stolz, beeindruckt, glücklich und froh, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Dass ich hier wieder das Wort Gemeinschaft schreiben kann, ist Euch zuzuschreiben. Nach unseren drei Pokalsiegen hintereinander und der Annahme, dass über uns nur noch der liebe Herr steht, ging uns nicht nur das Wort Gemeinschaft, sondern vielmehr auch dessen Bedeutung verloren. Das Selbstverständnis kam abhanden und wir hatten plötzlich nicht mehr ganz so den verschworenen „Haufen“, wie in kurz vorher vorhandenen Zeiten. Nach mehr als einer Dekade stetiger Entwicklung standet Ihr plötzlich auf der Stelle. Als dann auch noch die Mannschaft drohte auseinanderzubrechen (einige Abgänge unter mysteriösen Umständen), sahen viele schon den „großen Scherbenhaufen“. Nach einem Jahr des totalen Umbruchs und der Ungewissheiten seid Ihr es dann aber selbst gewesen, die den Neuanfang starteten und eine Aufbruchstimmung erzeugten, die fürs Erste bis zum Pokalvize getragen hat.

Becke und seine Co-Tainer, Mannschaftsleiter und Betreuer haben aus Euch vielen jungen Wilden (ja – auch Du Justus zählst für mich noch zu den jungen Wilden, auf jeden Fall wild 😜) eine Einheit geformt, der zuzuschauen einfach nur Freude macht. Ihr alle seid es, die es wieder schaffen, die ganze Palette der Emotionen zu bedienen. Wir leiden mit Euch, wenn es knapp wird, wenn Ihr dann doch nicht gewinnt. Wir regen uns mit Euch auf, wenn Ihr die überharte Gangart Eurer Gegner erleiden oder fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ertragen müsst. Wir freuen uns und weinen mit Euch nach schwer erkämpften, manchmal auch unerwarteten Erfolgen. Ihr seid es zu denen die Einlaufkinder aufschauen um dann ganz aufgeregt zur Mama zu laufen und zu sagen: „Mama Mama, hast Du gesehen, ich bin mit dem Johannes Keller aufgelaufen!“.

Film Martin Kracht

Ihr seid es mit denen wir mit hängenden Köpfen nach einer roten Karte in der 89. Minute des Pokalfinales vom Platz gehen, ja wir sind am Ende genauso fertig und enttäuscht wie Ihr. Und da ist es wieder, dieses feine Wort „Gemeinschaft“. Ihr habt aus dem ganzen Verein wieder diese Gemeinschaft geformt, die es braucht um solche Erfolge wie gestern zu feiern. Ja, das gestern war ein Erfolg völlig unabhängig vom Ergebnis. Ich habe gestern Abend noch von einem Wermsdorfer Urgestein gehört, dass viele zu Beginn der Saison den 8. Platz unterschrieben hätten und jetzt? Trauern wir über das verlorene Finale. Dass haben wir Euch zu verdanken… und deshalb seid Ihr für mich die wahren Sieger. Und das Beste kommt ja erst noch, Ihr seid ja noch gar nicht fertig. Damit meine ich, dass Ihr noch so jung seid und damit ja noch am Anfang Eurer Entwicklung steht.

Ich freue mich jetzt schon wie Bolle auf die nächsten Wochen, Monate, Jahre. Auf die Siege, die Niederlagen auf die Wiederauferstehungen folgen, auf Tränen des Glücks, auf Gänsehaut, einfach auf alles was Ihr entfacht habt und entfachen werdet.

Danke für alles! IHR WAHREN SIEGER!!!

Stellvertretend für den ganzen Haufen – Danke Lukas, Becke, Hanni, Grieser, Lü, Kuhli, Matti, Aui, Büchnex✌🏻

René Naujoks