Zwei unterschiedliche Halbzeiten - Letzte Leibesübungen der Oldies vor der Sommerpause

Oldies: Wermsdorf - Oschatz 3:6 (2:3)

Die wieder einmal mit Personalproblemen kämpfenden Hubertusburger empfingen nach dem vorwöchigen Match gegen das Obstland-Team mit dem FSV Oschatz einen weiteren Traditionsverein an der Sachsendorfer Straße. Die dünne Personaldecke führte sogar dazu, dass die Moser-Schützlinge mit 10 Spielern starten mussten, da die Torwartposition durch Goalgetter Benjamin Heinecke aufgefüllt werden musste. Die Gäste passten der Fairness halber ihre Spielerzahl an.

Ein Zehn gegen Zehn war für die Oschatzer offenbar ungewohnt, denn diese kamen zunächst nicht ins Spiel und hatten Mühe, ihren gefürchteten Kombinations-Fußball aufzubauen. Anders die Gastgeber: Die Fans auf den Rängen und vor den Garagen rieben sich die Augen. Der FSV Blau-Weiß machte das Spiel und drängte die Döllnitzstädter in die eigene Hälfte. Der im defensiven Mittelfeld eingesetzte André Kamm rückte in den gegnerischen Strafraum auf, bekam das Spielgerät auf die Füße, versuchte einen seiner (von den Mitspielern) gefürchteten Dribblings und - verlor es wieder. Die gegnerische Abwehr hatte jedoch große Mühe, die Situation zu klären und Kammi bekam eine zweite Chance. Diesmal zögerte er nicht lange und netzte am Oschatzer Keeper vorbei ein.

Der umjubelte Führungstreffer war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Die Blau-Weißen blieben auch nach Eintreffen des etatmäßigen Torhüters Kristian Kirpal am Drücker und setzten den Gästen nun zu elft weiter zu.

Dieser Mut wurde durch einen weiteren Treffer des inzwischen wieder im Angriff agierenden Heinecke belohnt. Die Zwei-Tore-Führung hielt allerdings nicht lange stand. Die Gelb-Schwarzen nutzten einen Aussetzer in der Wermsdorfer Hintermannschaft und staubten zum Anschlusstreffer ab. Das gab ihnen weiteren Auftrieb. Mit 11 Mann auf dem Platz gelang es ihnen, ihre Automatismen abzuspulen. Die Hubertusburger konnten nur noch reagieren, gerieten mehr und mehr unter Druck und fingen sich zwei weitere Gegentreffer vor der Pause. Nach Wiederanpfiff des umsichtigen Referees Schwips war von einer Wiederholung der Sturm- und Drangphase der ersten Hälfte nichts mehr auch nur zu erahnen. Die Gäste übernahmen das Spiel und gaben es bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Die Blau-Weißen traten nur noch durch eigensinnige Offensivaktionen, Inkonsequenzen in der Viererkette sowie Stellungsfehler bei Standards in Erscheinung. Drei weitere Gegentore waren die Konsequenz. Benjamin Heinecke gelang mit seinem zweiten Treffer nur noch die Ergebniskosmetik. Die Niederlage war letzten Endes nicht nur vermeidbar, sondern auch vollkommen überflüssig. Das übliche „Schönreden“ an Erika´s Hütte zur dritten Halbzeit gestaltete sich somit anspruchsvoll. Nun ist erstmal Sommerpause und genügend Zeit, in sich zu gehen und an Kondition und taktischer Disziplin zu feilen.

Schiedsrichter: Bert Schwips

Zuschauer: 15

Wermsdorf: Kirpal, Moser, Kischio, Vettermann, Hammer, Rost, Kamm, Ulrich, Heinecke, Johst, Lüderßen, Lingel

Bericht: FH Bilder: AK