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In den Sektionen waren die Übungsleiter bemüht ihren Trainingsbetrieb leistungsorientiert durchzuführen, stets mit der Absicht an Wettkämpfen, Pokal- und Punktspielrunden, gleich auf welcher Ebene, teilzunehmen. Die Teilnahme an den Kinder- und Jugendspartakiaden war immer ein erstrebenswertes Ziel für die Aktiven. Um immer wieder neue Kinder und Jugendliche für die Sportarten zu finden, gab es verschiedene Möglichkeiten.
Bei den Spielsportarten war das besondere Engagement der Übungsleiter bei der Gestaltung der Trainingseinheiten für Erfolgserlebnisse der Mannschaften im Spielbetrieb ausschlaggebend. Sichtungswettkämpfe und Leistungsüberprüfungen für die Aufnahme in die Trainingszentren (TZ) fanden regelmäßig statt. Kreis- und Bezirksauswahlmannschaften wurden gebildet.
In allen Sportarten wurden die Talentiertesten durch systematische Delegierungen in die Leistungszentren der Sportklubs und Sportschulen weiterentwickelt und gefördert.
Die gesundheitliche Betreuung wurde von Allgemeinärzten und speziell von Sportärzten gesichert, kein aktiver Sportler durfte ohne die jährliche ärztliche Untersuchung zum Wettkampf antreten.
Bereits im zweiten Jahr der BSG gelang der wohl größte Erfolg des Wermsdorfer Fußballs mit dem Gewinn des „Pokals der Spielvereinigung Medizin“. Dies war ein DDR-weit ausgetragener Wettbewerb, in dem namhafte Vertretungen aus Jena, Dresden und Leipzig besiegt wurden.

1. 1951
1. Herrenmannschaft
Sieger um den "Pokal der Spielvereinigung Medizin" 1951
v.l.: Erich Schulze, Werner Schindler, Heinz Schindler, Herbert Scheller, Herbert Hänel,
       Erich Gasch, Horst Scheller, Hans Haubold, Martin Büttner, Willi Schindler

Höhepunkte der 50er Jahre waren die gesamtdeutschen Vergleiche, als die Wermsdorfer Mannschaft sogar nach München-Trudering reisen durfte.
1956 gab es eine großartige Jugendmannschaft, die von den Sportfreunden Helmut Eisermann und Kurt Tiegel betreut wurde. Sie errang den Kreismeistertitel und im folgenden Jahr den zweiten Rang in der Bezirksklasse. Der größte Teil dieser Mannschaft bildete den Stamm der von Walter Schindler trainierten Männermannschaft Anfang der 60er Jahre, die Kreismeister und Pokalsieger der Spielunion Wurzen-Oschatz wurde.

1. 1963
1. Herrenmannschaft
Kreismeister 1963; Pokalsieger 1965

hinten v.l.: Walter Schindler (Übungsleiter), Helmut Stumpe, Gerd Roßberg, Achim Birnbaum,
                 Gerhardt Seidel, Wolfgang Finke, Hans Pappisch
vorn v.l.:   Hans Klitzscher, Dieter Fuhrmann, Peter Eisermann, Klaus-Dieter Kretzschmar,
                 Ernst Wentzlaff