Wermsdorf vorm Weihnachtsmarkt in Festagsstimmung – 8 Lichter am blau-weißen Adventskranz beschließen das Pflichtspieljahr 2025

FSV Blau-Weiß Wermsdorf – SV Zwochau 8:1 (4:1)

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Elf der Woche

Zum ersten Rückrundenspiel der Ur-Krostitzer Nordsachsenliga empfing die Becke-Bande den SV Zwochau. Das Hinspiel an der Mühle konnte mit 3:0 gewonnen werden. Wetterbedingt spielten wir auf dem Ausweichplatz in Oschatz, was die Sache für uns spielerisch einfacher gestaltete und wir die „Lecke“ zu unserem Vorteil nutzten. Personell leicht geschwächt durch Verletzungen und Krankheiten – was zu dieser Jahreszeit nicht unüblich ist. So rückte Mietz nach guter Leistung im Schildau-Spiel auf die 6 und auf der Bank nahmen gleich sechs LÜ-Juwele und Coach Becke Platz. Becke und sein Co Pasi analysierten wie zu jedem Spiel den Gegner und rotierten Altmeister Weidner hinten in die Dreierkette neben die Windhunde Osse und Capitano Justus Keller, um das Spiel der Zwochauer, die meist nur über lange oder zweite Bälle kommen – wie wir gelernt haben –, zu verhindern. Was soll da also schiefgehen…
Die Hubertusburger wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und wurden gleich gefährlich. Nach vier gespielten Minuten stocherte Aui nach einem Eckball den Ball ins Tor, nachdem der Torhüter den Ball abprallen ließ. Weiterhin spielten fast nur die Hubertusburger und Zwochau kam nur durch einzelne Konter gefährlich vor das Tor von Robyn. Nach sieben gespielten Minuten setzte Kuhli aus einer nahezu perfekten Freistoßposition das Leder knapp an den Pfosten – auch der Nachschuss von Luki fand nur das Glück am Pfosten. Dann kamen die Zwochauer mal wieder über einen langen Ball vor das Tor, dieser wurde noch zur Ecke geklärt. Die darauffolgende Ecke war eigentlich ungefährlich und wurde zentral geklärt. Dort wartete aber ein bereitstehender Zwochauer, der sich einfach mal dachte: „Ich halt mal drauf.“ Der Ball fand aber Mietzis Bein und dessen Abpraller rollte einfach in die lange Ecke des Gehäuses von Robyn, dem man dort überhaupt keine Schuld geben kann. Nach 11 Zeigerumdrehungen also wieder alles von Anfang. Kurz durchgeschüttelt und unbeeindruckt legte Kuhli wiederum nur zwei Minuten später nach tollem Zusammenspiel von Aui auf den Maler, der nur noch quer spielte, mit seinem schwächeren Linken die Nuss in die Maschen des gegnerischen Tores. Danach passierte erstmal 20 Minuten nicht viel vor dem Tor der Zwochauer, im Gegenteil: Der Gast hatte in der Phase mehr Torabschlüsse und kam immer besser ins Spiel. Die Becke-Bande spielte hinten gut raus, Osse und Kuhli verteilten die Bälle sauber in die Spitze, doch was fehlte, war der Abschluss. Zu viele individuelle Fehler und Ballverluste verhinderten etwas Zählbares.

In der 33. Spielminute erwischte Matsch dann die Zwochauer eiskalt, nachdem diese unaufmerksam verteidigt hatten. Weidi spielte einen tiefen Ball auf Aui, der diesen nur einen Hauch berührte, aber so perfekt, dass er genau in die Schnittstelle der zwei Innenverteidiger rollte und Matsch am schnellsten in den 1. Gang schaltete und allein auf den Torhüter zulief. Mit einem überlegten Chipper über den Hüter erzielte Matsch das 3:1 für die Hubertusburger. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Schützlingen von Trainer Beckedahl dann noch das 4:1 per Foul-Elfmeter. Kuhli steckte einen Weltklassepass auf Osse durch, der den Ball vor dem Torhüter berührte und dessen Kontakt dankend annahm. Der Schütze – selbstverständlich Wolfsburgs ehemaliger Rohdiamant und leidenschaftlicher Experte im Obstbrand-Milieu – Dustin Auerbach, verwandelte diesen Elfmeter zum 4:1-Halbzeitstand. Damit war die Partie fast schon entschieden.

Nach dem Pausentee starteten die Hubertusburger dann, wie sie aufgehört hatten. Nach knapp zwei Zeigerumdrehungen in Halbzeit zwei erzielte Aui seinen Dreier an diesem Tag. Matsch macht Matsch-Sachen und wirft einen weiten Einwurf in den Strafraum der Zwochauer. Dieser wird mit dem Kopf von Mietzi weitergeleitet und findet den freien Aui, der nur noch einschieben muss. Damit markierte Aui das 5:1 für die Wermsdorfer.

Die Gäste verteidigen sich nun leidenschaftlich gegen den Einbahnstraßenfußball der Hubertusburger. Viele Chancen blieben ungenutzt, die man gegen schwere Gegner einfach machen muss. In der 57. Spielminute konnte sich der Maler dann auch endlich in die Torschützenliste eintragen – nach etlichen vergebenen Chancen – zum 6:1. Ein gut herausgespielter Angriff fand Luki auf der rechten Seite, der den Ball butterweich auf Maler querlegte. Dieser hätte mit dem ersten Kontakt schon abschließen können, entschied sich aber dafür, was er am besten kann: den Ball erstmal annehmen, die Gegner kommen lassen und dann fast noch die Torchance liegen lassen. Aber ein gelernter Maler tapeziert auch nicht einfach los – erstmal muss alles schön abgedeckt werden und der Boden mit Malervlies verlegt werden. Auch die Farbe muss gut überlegt sein: Was deckt am besten – Alpinweiß, Deckweiß oder doch Polarweiß?

Die Wermsdorfer waren im Folgenden etwas ruhiger unterwegs und ließen den Ball mit ansehnlichen Passstaffetten laufen. Ehe Weidi mit all seiner Klasse den Ball traumhaft in die lange Ecke zirkelte und zum 7:1 in der 78. Minute traf. Zwischenzeitlich hielt Robyn großartig gegen den durchgebrochenen David Brandenburger.

In der 83. Spielminute dann der letzte Treffer dieser erfolgreichen Partie. Der kurz zuvor eingewechselte Hage verarbeitete mit seinem ersten Kontakt den Ball souverän und setzte wiederum den Maler in Szene, der den Ball im Eins-gegen-eins gegen den Hüter nur noch einschieben musste und zum 8:1-Endstand traf.

Trainer Becke und sein Co Pasi konnten zum Schluss aus dem Vollen schöpfen und brachten alle Auswechselspieler, sodass auch Scholle sein Debüt für die erste Männermannschaft feiern konnte.

Mit diesem Ergebnis kann man entspannt in die Winterpause gehen und nächstes Jahr hoffentlich daran anknüpfen. Aber schauen wir mal, was wird.

Wir wünschen allen Unterstützern und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Feiert schön und bleibt alle gesund. Wir sehen euch hoffentlich auch nächstes Jahr zahlreich wieder und hoffen auf eure Unterstützung. ML

Visca Wermsdorf et Visca Hubertusburger!