Wermsdorf harmlos und konfus in Schenkenberg – Beckebande findet nicht zu sich und verliert den verschobenen Auftakt

SV Concordia Schenkenberg – FSV Blau-Weiß Wermsdorf 3:1 (0:0)

FuPa Statistik

Aufgrund der Verwüstungen am heimischen Sportplatz verschob sich der Wermsdorfer Saisonauftakt nach Schenkenberg. Und ging mächtig schief. In keiner Phase des Spiels schaffte es die Beckebande, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, und so machte man es den Gastgebern leicht, die drei Punkte zu behalten. Während Florian Barthel seine Farben im ersten Durchgang mit einer Glanzparade vor dem Rückstand rettete, verzeichnete die blau-weiße Offensive quasi keine nennenswerte Abschlussaktion. Im Aufbau zu ungenau, im Zentrum zu behäbig und in den entscheidenden Momenten sowohl im Kopf als auch mit dem Körper nicht auf der Höhe, holperten sich die Hubertusburger in die Halbzeit. Dort nahm man sich viel vor und zeigte davon anschließend wenig. Die verletzungs- und krankheitsbedingten Herausnahmen von Matti Lehmann und Florian Grieser passten ins unglückliche Bild, wenngleich die eingewechselten Louis Hoffmann und Pascal Weidner noch am ehesten körperlich gegen den Schenkenberger Auftritt dagegenhielten.
Die Platzbesitzer gaben sich über die komplette Spieldauer in allen Mannschaftsteilen präsenter und wurden schließlich mit dem Führungstreffer belohnt. Die Collmkicker benötigten noch das 2:0, um aus ihrer Lethargie zu erwachen, doch außer dem Anschluss von Robby Staude kam bis zur 3:1-Entscheidung trotzdem nicht mehr viel dabei herum.

So steht man erst einmal mit leeren Händen da – und das vollkommen zurecht. Kaum einer beim FSV machte an diesem Tag den Eindruck, weder psychisch noch physisch auf das Duell mit dem Vizemeister des Vorjahres eingestellt zu sein. Solche gebrauchten Tage gehören zum Fußball und können, wenn sie richtig aufgearbeitet werden, neue Kräfte freisetzen. Nach einer glänzenden Vorbereitung hat der FSV nun seine Schwächen offengelegt bekommen und für deren Ausbesserung eine ganze Saison Zeit. Der Weg, den es dabei in Zukunft zu gehen gilt, wird immer Widerstände aufrufen, die einem alles abverlangen. Scheitern ist dabei immer im Bereich des Möglichen und gehört nun mal auch zum Sport. Es zeigt, dass es um etwas geht und der ganze Spaß eine Bedeutung hat. Das Scheitern als Option darf allerdings nie zum Druck werden, denn dafür ist es dann letztendlich doch nur Fußball. Außerdem liegen im Scheitern auch Chancen, wie Wermsdorf selbst immer wieder eindrucksvoll bewiesen hat. Allerdings gilt es hierbei, alles reinzuwerfen, was man hat, und zusammen sein Bestes zu geben. Zwei Tugenden, die die Beckebande an diesem Samstag schlichtweg nicht auf den Platz brachte.

Deswegen gilt es, in den kommenden Wochen im Training und Spiel vor allem ein Credo stetig vor Augen zu behalten: Es geht um die Summe der Einzelteile. Jeder darf Fehler machen und wird diese auch machen. Aber wenn wir dabei stets zusammenstehen, wird die Gemeinschaft noch stärker und jeder Einzelne in dieser wachsen.