Gelungenes Fußballturnier

Am vergangenen Samstag lud der FSV Blau-Weiß Wermsdorf an der Sachsendorfer Straße zum ersten vereinsinternen Hallenturnier. Dem Ruf von Turnierleiter Dierk Kupfer folgten sechs Mannschaften. Mit dabei eine von erste Herren-Kapitän Benjamin Schönitz angeführte Auswahl der blau-weißen Männermannschaft, die Spaßtruppe „Wermsdorfer Luschen“ der jüngeren Hubertusburgergarde, das Team der erfahrenen Hallenfüchse um Bürgermeister Matthias Müller, die Mügelner Traditionsmannschaft von Dierk Kupfer und Weggefährten sowie zwei Delegationen der Thüringer Sportfreunde aus Pfiffelbach.

Das Teilnehmerfeld sollte halten was es versprach und den ein oder anderen Budenzaubermoment bieten. So bewies der bisher eher als wohlgenährter D-Jugend Trainer denn als eiskalter Knipser in Erscheinung getretene Marius Lüderßen mit einem Dreierpack zum Auftakt, dass in der Rückrunde im Wermsdorfer Sturmzentrum wohl oder übel kein Weg an ihm vorbeiführen wird. Ambitionen auf den Platz zwischen den Pfosten meldete hingegen Marc „Belocki“ Käseberg an, der ansonsten als Aushilfsfreistoßspezialist in der Zweiten kickende Neumutzschener entschärfte im Turnierverlauf mehrere unhaltbare Raketen und verdiente sich somit den inoffiziellen Titel als bester Hüter. Die Thüringer präsentierten sich hingegen vor allem trinkfreudig und legten ihren Fokus somit eher abseits des Parketts, sorgten für beste Stimmung in und um die Halle. Die Traditionsmannschaft zeigte derweil das zunehmendes Alter nicht einhergeht mit abnehmender Spielklasse, spielte einen wirklich ansehnlichen Ball. Während die AH-Fraktion der Hubertusburger mit diesem Spielgerät hier und da ein wenig fremdelte, ansonsten aber ebenfalls eine gute Figur machte lief es somit auf einen Dreikampf um den Titel hinaus. Die Konstellation vor dem abschließenden Aufeinandertreffen der blau-weißen Herrenmannschaft mit den Wermsdorfer Luschen verhieß Spannung bis zum Schluss: Der Sieger würde sich die Wettbewerbskrone aufsetzten, bei Unentschieden ginge diese an Kupfer und Co.

Früh wurden die Luschen ihrem Namen gerecht und kassierten nach eklatanter Abwehrarbeit den ersten Gegentreffer. Bis 120 Sekunden vor Ablauf der 10-Minutenspielzeit sah somit die Männertruppe wie der Sieger aus, doch dann schlug ein luschiger Distanzkracher im Käseberg Tor ein und brachte die „Hirschgeweiheulen“ wieder ins Spiel. Das dann allerdings keinen Gewinner mehr finden sollte, womit die Traditionsmannschaft wenig später zum verdienten Turniersieger gekürt wurde – Qualität und Erfahrung setzt sich am Ende halt doch durch - die jüngeren „Verlierer“ werden sich wohl noch eine Weile anhören dürfen wie es richtig geht, können dabei bewiesenermaßen aber wirklich noch viel lernen.

Das Geschehen wurde nun zügig ins von Wermsdorfs guter Seele Erika Hentzschel betreuten Gemeinschaftsraum verlagert, wo neue Wettbewerbe im Skat, Schwindel-Max oder einfach Pfiffelbacher Knoblauchschnaps trinken eröffnet wurden. So verstrichen einige feucht-fröhliche Stunden und der ein oder andere schwankte vergnügt Richtung heimischer Koje ehe dann, 14 Sekunden nach Mitternacht Maik „Mettus“ Eckert als letzter Mohikaner zuerst die Tür und dann das erste vereinsinterne Turnier des FSV Blau-Weiß als vollen Erfolg mustergültig abschloss.
Ein großer Dank geht an die Organisatoren/Initiatoren um Dierk Kupfer, Schiedsrichter Manfred Züchner, Erika und die hervorragenden Pfiffelbacher Gäste. Bis zum nächsten Jahr!

JK