Unser Halbjahresrückblick von Robert Natzke

Gestärkt durch den Aufstiegserfolg gingen die Männer aus Wermsdorf und Luppa mit viel Selbstvertrauen die neue Saison in der Kreisliga an. Nachdem man in der ersten gemeinsamen Saison vor drei Jahren aus der Kreisliga abgestiegen war, freute man sich, nun wieder dabei zu sein. Los ging es, wie immer, mit den ersten beiden Pokalrunden.

In der ersten Runde setzten sich die Spielgemeinschaftler gegen Kobershain durch, in Runde 2 war dann aber gegen den Nordsachsenligisten aus Zschortau leider schon Endstation. Jedoch zog man aus der knappen 0:1 Niederlage auch positive Erkenntnisse - nämlich, dass man mithalten kann.

Und dies zeigte sich auch immer wieder im Verlauf der Hinrunde. Gegen die vermeintlichen Spitzenmannschaften schaffte es unser Team immer wieder, die Spiele offen zu gestalten. Man verlor meist nur knapp und konnte zeigen, dass man nicht als Kanonenfutter und Punktelieferant in diese Liga aufgestiegen war. Viele Mannschaften taten sich schwer gegen die kampfstarke Truppe, die vor keinem Gegner Angst haben muss. Dies impften Trainer Robert Natzke und der Mannschaftsverantwortliche Jörg Büchner ihren Jungs auch immer wieder ein. „Wir haben das Potential für diese Liga und müssen uns vor niemandem verstecken“ hieß es in fast jeder Kabinenansprache. Schon früh in der Saison wurden die notwendigen Punkte geholt, um sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Nach und nach setzte sich die Mannschaft um Platz 8 – 11 fest und baute den Vorsprung auf den Tabellenkeller der Liga aus. Die ersten Erfolge ließen auch nicht lange auf sich warten.

Nach einer knappen Auswärtsniederlage in Löbnitz konnte beim Heimspielauftakt an der Sachsendorfer Straße gegen Mörtitz der erste Punkt geholt werden.

Gegen Dommitzsch, Doberschütz/Mockrehna und Oschatz hielt man trotz der Niederlagen die Spiele lange offen.

In Casabra bei Traktor Naundorf gelang der erste Auswärtsdreier.

Beim vorgezogenen Punktspiel gegen Glesien konnte ein klarer Heimsieg verbucht werden.

In Selben gelang der Mannschaft der zweite Auswärtssieg. Drei Punkte auch beim nachgeholten Heimspiel gegen die Delitzscher Zweite.

Gegen Belgern, Wölkau und Rackwitz blieb man nur zweiter Sieger. Das wichtige Heimspiel gegen die Schenkenberger Reserve brachte wieder drei Punkte auf die Habenseite.

Mit 16 Punkten bei einem positiven Torverhältnis von 23:21 Treffern belegt die Spielgemeinschaft nach der Hinrunde Platz 9. Dabei liegt man beispielsweise 9 Punkte vor Platz 11 und ganze 12 Punkte vor den abstiegsbedrohten Mannschaften auf den Plätzen 13 und 14. Ein Ergebnis, welches sich für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen kann und mit dem vor der Saison sicher auch nicht jeder gerechnet hatte.

Insgesamt wurden in den 13 Punktspielen der Hinrunde 37 Spieler eingesetzt. Dauerbrenner waren Nick Wolf und Stefan Kühn, gefolgt von Kapitän Robyn Staude mit 12 und Martin Natzke mit 11 Einsätzen.

10 Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Meik Eckert und Justus Keller netzten viermal ein, Jakob Jülich und Dominic Arendt trafen dreimal. Denny Beckedahl glänzte mit 5 Torvorlagen vor Jakob Jülich und Sebastian Körner (3). In der Kreisliga A hatten die Männer aus Luppa und Wermsdorf nach dem SV Belgern den zweithöchsten Zuspruch aller Vereine mit durchschnittlich 55 Zuschauern bei den Heimspielen an der Sachsendorfer Straße. Spitzenwert in der Hinrunde das Spiel gegen den SV Glesien mit 75 Zuschauern.

Die Heimspiele der Rückrunde werden in Luppa ausgetragen – wir hoffen auch hier auf eine gute Unterstützung unserer Anhänger. Grundlage für die erfolgreiche Hinrunde als Aufsteiger ist, wie schon oft erwähnt, der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und im Verein. Die Unterstützung der ersten Wermsdorfer Mannschaft aber auch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Nachwuchsbereich kann man nur loben. Immer wieder werden junge, talentierte Spieler an den Herrenbereich herangeführt. Dies bringt uns weiter und drückt sich dann natürlich auch in den aktuellen Erfolgen und Platzierungen aus.

Mit der guten Hinrunde im Rücken kann man ohne Druck die Rückrunde angehen. Ziel ist es nun, am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen und sich weiter im Mittelfeld fest zu setzen.

Robert Natzke/Bilder AK und René Wegner