Munteres Spiel - Spielgemeinschaft oben auf

SV Traktor Naundorf - SpG Wermsdorf II/Luppa 0:4 (0:0)  Statistik/Galerie

Am Sonntag gastierten die Spielgemeinschaftler in Naundorf. Nach den positiven Auftritten zuletzt, wollten die Schützlinge vom Trainerduo Natzke/Büchner gegen den Traktor das nächste Ausrufezeichen in der Kreisliga setzen. Entsprechend motiviert gingen die Blau-Weißen ins Spiel, in deren Reihen erfreulicherweise Holger Siebert alias Mücke nach über einjähriger Verletzungspause sein Comeback gab und dabei sofort wieder mit der alten Leidenschaft und vollem Einsatz dabei war.

Es entwickelte sich ein munteres Spiel auf dem „Rasen“ in Casabra, der diesen Namen allerdings nicht verdient. Der langanhaltenden Dürre in unseren Kreisen und fehlende Wasserversorgung zur Folge war das einzig grüne im weiten Rund hier und da mal ein Unkraut, sonst nur Erde, Staub oder Vertrocknetes. Beide Mannschaften hatten damit immer wieder ihre lieben Mühen. Mitte der ersten Hälfte wurden die Gastgeber dann zwingender und kamen einige Male gefährlich vorm Tor von Robyn Staude auf. Nach einer halben gespielten Stunde hatten die Gäste Glück, als der Ball nur an den Pfosten klatschte. Fast im direkten Gegenzug verpasste wiederrum Benjamin Münch den Treffer. So ging es leistungsgerecht mit Gleichstand in die Pause. Aus der heraus kamen die Blau-Weißen nun mit mehr Schwung. Die Naundorfer ließen zu große Abstände in ihrer Hintermannschaft in die vor allem Jakob Jülich immer wieder durchbrach und brandgefährlich wurde. In der 56. Spielminute war es dann soweit, die Platzbesitzer spielten auf Abseits, Schiedsrichter und Assistent kamen hierbei nicht mit und so war Jülich plötzlich durch, bediente Keller mustergültig der nur noch einschieben musste. Die blau-weiße Führung im Zustandekommen natürlich mit Glück, aber trotzdem nicht unverdient. Und es sollte ausgleichende Gerechtigkeit geben, pfeift Schiedsrichter Hartländer in der Folge zweimal unberechtigterweise vielversprechende Angriffe aufgrund vermeintlichen Abseits zurück. Die Gäste ließen sich davon nicht beirren, blieben bei ihrem Matchplan. Ab der Mittellinie wurden die Naunser im Spielaufbau gestört, rutschte doch einer durch so war es Hüter Staude der zur Stelle war. In der 73. Spielminute legte Wermsdorfs Nummer 27 außerdem eine starke Einlage hin, parierte bockstark den möglichen Ausgleichstreffer.

Die Spielgemeinschaft davon wieder aus einschleichender Lethargie erwacht, schaltete einen Gang höher. Über außen brach Sebastian Körner durch, fand in der 77. Minute in der Mitte Jülich, der humorlos einnetzte und seine ansprechende Leistung mit einem eigenen Treffer belohnte, die Uhren auf 0:2 und Auswärtssieg stellte. Die Gastgeber nun mit dem Mut der Verzweiflung, die Spielgemeinschaftler als trockene Bestrafer. Einen unzureichend geklärten Ball hämmert Nick Wolf nach 85. Minuten zum 0:3 in die Maschen, nach Gewühl im Strafraum macht Körner nur wenige Augenblicke später per Kracher unters Tordach den Strich unter den Auswärtssieg.
Der geht aufgrund der besseren zweiten Hälfte vollkommen in Ordnung, Naundorf hat sich in Sachen Einstellung aber genauso wie die Spielgemeinschaft nichts vorzuwerfen. So endet das muntere Spiel sicherlich mindestens ein Tor Unterschied zu deutlich. Den Spielgemeinschaftlern aber kann das nur recht sein, der Blick auf die Tabelle verheißungsvoll aber noch lange nicht aussagekräftig. Es heißt weiter bescheiden Arbeiten am Fuße der Hubertusburg um weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Schiedsrichter: Ronny Hartländer

Zuschauer: 45

Wermsdorf-Luppa: Robyn Staude, Kupfer (Keller), Niemann, Siebert, Rademacher, Herzog, Wahrig (Körner), Münch, Jülich, Wolf, Untermann (Kühn)

Justus Keller/Bilder René Wegner