Ersten Dreier überzeugend erspielt

SpG Wermsdorf II/Luppa - FSV Glesien 6:0 (4:0)  Statistik/Galerie

Am Samstag gastierte der FSV Glesien an der Sachsendorfer Straße. In ganz Nordsachsen ruhte der Ball an diesem Wochenende eigentlich aufgrund des Tages der Sachsen, doch beide Mannschaften, davon nicht beeinflusst, konnten sich auf eine Vorverlegung ihrer Partie einigen. Den Gastgebern bot sich hierdurch die komfortable Möglichkeit, auf einige Spieler der ersten Mannschaft zurückgreifen zu könenn, die ihrerseits spielfrei hatten. Somit der Aufsteiger durchaus Favorit in dieser Kreisliga Partie und das Ziel klar, der erste Dreier der Saison sollte her. Druckvoller Start der Spielgemeinschaft, Glesien wird von Beginn an in der eigenen Hälfte eingeschnürt, weiß seinerseits bei eigenem Ballgewinn nicht so recht was mit dem Spielgerät anzufangen. Nach acht Spielminuten knallt es dann einmal laut am Fuße der Hubertusburg. Dominic Arendt war in den Strafraum durchgedribbelt und konnte nach feinem Trick nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Meik Eckert abgebrüht und stellte die Weichen auf Sieg.

Nur 120 Sekunden später erhärtet Arendt diesen Eindruck, schiebt zum 2:0 ein. Die Vorarbeit liefert Danny Beckedahl, der sein Startelfdebüt nach langer Verletzungspause gibt und einen guten Eindruck hinterlassen konnte. Die blau-weiße Nummer 17 und seine Nebenleute weiter mit viel Zugang zum Spiel und Zug zum Tor. In der 22. Spielminute ist es abermals Beckedahl, der sich durch den Strafraum tankt, eigentlich regelwidrig gestoppt wird, doch Justus Keller kann zum Torerfolg abstauben – 3:0 für die Spielgemeinschaft in einer bis dato einseitigen Partie. Es ging in dieser Anfangsphase an der Sachsendorfer Straße wie beim Brötchen backen, Glesien überfordert und die Spielgemeinschaft als abgezockte Bestrafer. Wiederum nur wenige Augenblicke nach seinem ersten, kann Keller den zweiten eigenen und vierten Treffer für die Heimelf nachlegen, nach starker Einzelleistung von Nick Wolf muss die Nummer 15 bei dessen Hereingabe nur noch den Fuß hinhalten. Eine halbe Stunde war rum und das Spiel gelaufen.

Das musste irgendwie auch die Beine und Köpfe der Spielgemeinschaftler hemmen, die nun unergründlicher Weise das Fußball spielen einstellten. Die Folge war ein Hin und Her Gebolze des Balls ohne nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten, beendet vom Pausenpfiff des souverän agierenden Schiedsrichter Christian Döring. Trainer Robert Natzke sprach die Unzulänglichkeiten zum Ende des ersten Durchgangs an, brachte zudem mit Stefan Kühn einen frischen Mann. Die Mannen aus Wermdorf und Luppa kamen zunächst noch etwas schläfrig aus der Kabine, wodurch das Spiel weiterhin zerfahren blieb. Kurz vor der Stundengrenze änderte sich dieses Bild dann zum Glück für alle Zuschauer wieder, als Blau-Weiß einen Gang höher schaltete. Nach 61 gespielten Minuten nutzte Jakob Jülich, in der Vorwoche schon erfolgreich beim 1:1 gegen Mörtitz, eine maßgenaue Freitstoßhereingabe von Beckedahl zu seinem zweiten Saisontreffer und dem Führungsausbau für seine Farben.

Die in der Folge teils beste Chancen liegen ließen und so ein noch deutlicheres Ergebnis verpassten. Auf der anderen Seite ein paar Schussversuche auf das Tor von Robyn Staude. Diese landeten jedoch im angrenzenden Maisfeld oder den Händen des Wermsdorfer Schlussmanns. Und einen sollten sie dann doch noch haben.

Auf Vorarbeit von Keller machte der eingewechselte Sebastian Körner in der 87. Spielminute das halbe Duzend voll. Damit fahren die Spielgemeinschaftler ihre ersten drei Punkte in der neuen Spielklasse ein und stehen nun mit vier Zählern aus den drei Auftaktspielen ordentlich da. Glesien und das Ergebnis an diesem Tag allerdings alles andere als Maßstab und kein Grund Bodenhaftung zu verlieren.

Schiedsrichter: Christian Döring

Zuschauer: 75

Aufstellung: Robyn Staude, Niemann, Eckert, M. Natzke, Herzog, Rademacher (Kühn), Jülich, Wolf, Keller, Beckedahl (S. Körner), Arendt (Robby Staude)

Justus Keller/Bilder AK und René Wegner