Unsere Frauen beim Hausdorfer Hallenturnier

Das alljährliche Highlight unserer „Damenhobbyfußballmannschaft“ stand an, man wollte sich wieder in Hausdorf mit sechs Mannschaften, die alle am Punktspielbetrieb teilnehmen, messen. Leider mussten wir auf die Stammtorhüterin Ines Kleeberg und auf Nine Brauns verzichten. Dafür setzte man auf die Jugend. Jenni Kirpal und Henni Rost sollten den Frauen die nötige Unterstützung geben. Marika Zielinski wollte in diesem Jahr den Kasten für ihr Team möglichst sauber halten. Es sollten sechs interessante und auch teilweise nervenaufreibende Spiele werden. Im ersten Kick gegen den Leipziger FC agierte man nervös ohne Torgefahr auszustrahlen. So kassierte man durch individuelle Fehler zwei Gegentreffer und verlor das Auftaktspiel mit 0:2. Im zweiten Spiel ging es gleich gegen den Turnierfavoriten, unsere Luppaer Nachbarn. Nach einem schnellen 0:1 der Luppaer hatte man gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, doch Jenni und Yvonne Döling verfehlten knapp. Zum Ende hin verlor man die Ordnung und ging mit 0:5 unter. Die Trainer, Zielinski/Kirpal, waren zu diesem Zeitpunkt unzufrieden und grübelten über eine neue Taktik.

Mit Jenni und Yvonne im Sturm und Silke Fritzsche und Henni in der Abwehr sollte es gegen die SG Lausen endlich mit dem ersten Turniertreffer klappen. So war es auch. Yvonne nutzte eine Chance und unsere Mädels gingen in Führung. Kurz vor Schluss kam Lausen aber zum Ausgleich und dabei blieb es auch. Im nächsten Spiel gegen Leipzig Südwest hielt man lange die Null, doch traf man selber nicht. Annett Hamann sorgte im Sturm für viel Wirbel. Doch 30 Sekunden vor Schluss nutzte der Gegner eine der wenigen Chancen und man verlor äußerst unglücklich 0:1. Nun sollte es gegen Olympia Frankenhain gehen, die um die vorderen Plätze mitspielten. Hinten ließ man kaum was zu, was durch kam, hatte Marika und nach vorn erspielte man sich Chancen, als Jenni allein auf die generische Torhüterin zulief ließ sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf eiskalt zum 1:0. Marlen Zielinski zeigte eine starke Partie und sorgte für die nötige Entlastung. Hinten haute man sich in jeden Schuss. Ines Kamm und Grit Wegner hielten hier stark dagegen und brachten den knappen Vorsprung fast über die Zeit. Leider trudelte kurz vor Schluss der Ball ins Tor zum Ausgleich. Im letzten Spiel ging es nun gegen die robusten Spielerinnen vom LSV Störmthal - dies sollte ein denkwürdiges Spiel werden. Die Frauen zeigten hier eine klasse Leistung. Jetzt wollten unsere Mädels endlich ihren Sieg bei diesem Turnier. Wir erzwangen den Führungstreffer durch Jenni, der Jubel war groß, doch noch waren 4 Minuten zu spielen. Die Frauen hielten mit allen dazwischen was sie hatten. Letzte Minute, Marika muss aus den Kasten, um noch vor der Gegnerin an den Ball zu kommen, dies gelang doch die Spielerinnen aus Störmthal schalteten schnell und kamen direkt zur nächsten Chance. Der Volleyschuss einer Spielerin vom LSV Störmthal ging aufs Tor. Marika schon geschlagen. Da haute sich Silke in den Schuss und entschärfte den Ball mit dem Gesicht - Knock-out – Spielunterbrechung. Silke musste raus, das Publikum spendete großen Applaus, als sie endlich wieder auf den Beinen war. Grit ging auf ihre Position, immer noch waren 27 Sekunden zu spielen. Ecke Störmthal, Direktabnahme, Marika mit den Fingerspitzen dran, Pfosten! Und dann war es geschafft, Sieg! Dies löste in der Halle bei unseren zahlreichen Fans tobenden Beifall aus – Glückwunsch Mädels! Am Ende reichte es mit 5 Punkten zu Platz 6, was als Erfolg für eine Hobbymannschaft zu werten ist. Platz 1 ging verdientermaßen an den FSV Luppa. Vanessa Patzelt und Lara Biedermann heimsten dazu noch die Auszeichnungen als beste Torhüterin und beste Spielerin ein. Glückwunsch dazu und herzlichen Dank an den SVMA für die perfekte Turnierorganisation. In den nun schon knapp 4 Jahren ihres Bestehens haben unsere Mädels nicht nur Spaß beim wöchentlichen Training sondern zeigten wiederholt, dass sie durchaus gegen punktspielerfahrene Teams mithalten können - weiter so!

Heiko Zielinski/Bild René Wegner