Hubertusburger können mit der Punkteteilung leben/Junge Gästemannschaft überrascht mit Offensivfußball

FSV Blau-Weiß Wermsdorf - FV Bad Düben 1:1 (1:1)   Statistik und Abstimmung hier!

Am Samstag empfingen die Hubertusburger den FV Bad Düben. Bei typischem Herbstwetter gab es keinen klaren Favoriten an der Sachsendorfer Straße. Wermsdorf zwar auf Platz 5 der Tabelle, gegenüber Platz 10 der Gäste, jedoch waren die Blau-Weißen gewarnt vor der Spielstärke der Mannen von Trainer Wojan Walter. Dementsprechend gestaltete sich auch die Partie. Von Beginn an die Gäste drückend, mit Zug zum Tor. Hingegen die Platzbesitzer weit zurückgezogen und auf Konter ausgerichtet. Die ersten Abschlüsse verbuchten demzufolge auch die Kicker aus der Kurstadt. Nach einer Viertelstunde konnte Philipp Springer in gefährlicher Position nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den anschließenden Freistoß nutzte Denny Beckedahl, der damit einmal mehr per Standardkracher zur Stelle war.

Die durchaus schmeichelhafte Führung der Heimelf sollte allerdings nicht lange Bestand haben. Nur fünf Minuten später war Sebastian van Gahlen nach Halbfeldflanke schneller als die Wermsdorfer Hintermannschaft und stellte die Uhren wieder auf Gleichstand. Die Gäste weiterhin feldüberlegen, jedoch verteidigten sich die Schützlinge von Trainer Dierk Kupfer weitestgehend geschickt. Wenn es doch einmal richtig brenzlig wurde war der beste Wermsdorfer des Tages zur Stelle, der trug die Nummer eins, heißt Benjamin Schönitz und rettete seine Mitspieler als Torwart einige Male.

In der 32. Spielminute war dann aber auch der Hubertusburger Schlussmann geschlagen, jedoch wurde der Treffer zum großen Glück der Platzbesitzer nicht gegeben, da eine vermeintliche Abseitsstellung des Torschützen geahndete wurde. Durchatmen und weiter alle Mann in die Defensive, Bad Düben weiter mit ansehnlichem, den Gegner fordernden Passspiel. Bis zur Pause allerdings keine weiteren nennenswerten Möglichkeiten mehr auf beiden Seiten. Den Pausentee nutzen die Hubertusburger zum Durchatmen. Die Ruhepause trugen sie allerdings noch bis weit in den zweiten Durchgang hinein. Die Gäste beherrschten den zweiten Spielabschnitt, kombinierten die Heimelf teilweise schwindlig, blieben aber im Strafraum zu harmlos.

So vergaben sie eine ganze Reihe an hochkarätigen Chancen. Mal scheiterten die Kurstädter an Schönitz, mal am eigenen Abschluss. Dem Treffer am nächsten kamen sie in der 63. Spielminute, als ein 18-Meterfreistoß an den Pfosten des blau-weißen Tores klatschte. Mit der Einwechslung von Dominic Arendt und der damit verbundenen Umstellung auf Seiten der Hubertusburger sollte sich das Blatt in der Folge allerdings plötzlich ändern. Die Blau-Weißen holten sich nun einige wichtige Zweikämpfe, in denen sie vorher immer nur zweiter Sieger geblieben waren und vor allem Arendt machte viel Betrieb im Angriff. So hatte die Nummer 7 bereits wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung zwei gute Möglichkeiten, die allerdings vom starken gegnerischen Hüter Patrick Rohrbach entschärft wurden. Dieser stand in der Folge weiter im Fokus. Nach der besten blau-weißen Kombination des Spiels scheiterte auch Oliver Jonnek am Bad Dübener Schlussmann.

Nach dieser 15 minütigen Drangphase der Platzbesitzer war es das aber auch schon wieder, die letzten Szenen der Partie gehörten wieder den Gästen. Deren Passspiel nun aber auch von einigen Nachlässigkeiten gezeichnet, somit keine wirklichen Chancen mehr zum späten Siegtreffer, auch weil Wermsdorf bis zum Abpfiff hinten kompakt verteidigte. Damit holen die Hubertusburger einen glücklichen Punkt gegen überraschend spielstarke und kombinationsfreudige Gäste. Wermsdorf bringt unterm Strich nicht wirklich viel auf das rutschige Geläuf, agiert aber dennoch geschlossen als Team und hat zurzeit einfach Fortuna auf seiner Seite, die dafür sorgt, das auch solche Spiele positiv ausgehen.

Schiedsrichter: Dirk Otto

Zuschauer: 57

Wermsdorf: Schönitz, Beckedahl, D. Weidner, Staude (Arendt), Eckert (Rademacher), Freiberg, Münch, Böttger, Springer, Keller, Jonnek

Justus Keller/Bilder Pauline Kamm