Hoher Heimsieg bei Schmuddelwetter

Luppa/Dahlen/Wermsdorf - Krostitz 7:1 (3:0)

Bei nasskaltem Spätherbstwetter gastierte der Tabellenvierte beim Zweiten der Nordsachsenliga an der Sachsendorfer Straße. Von einem Verfolgerduell auf Augenhöhe konnte man jedoch nicht reden. Von Beginn an hatten die Platzbesitzer den Gegner vollends im Griff und überbrückten mit langen Bällen und Diagonalpässen das überforderte Krostitzer Mittelfeld. Obwohl einige aussichtsreiche Bälle im Angriff vertändelt wurden, fand die Gäste-Verteidigung wenig Mittel gegen die aufgerückten Offensivkräfte der Spielgemeinschaft. Die Tore der ersten Hälfte fielen zweimal nach Attacken über die rechte Seite durch Magnus Schindler sowie einem Hinterhaltsschuss durch Tobias Weber. Heimkeeper Paul Biewald hatte geruhsame 35 Minuten und musste nur sporadisch eingreifen.

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Krostitzer wie ausgewechselt, machten plötzlich das Spiel und kombinierten sich bis in Biewald´s Strafraum. Unter diesem Dauerdruck zeigte sich die Heimdefensive anfälliger als erwartet und musste folgerichtig den Anschlusstreffer hinnehmen, da sich keiner für den Torschützen Finn-Hagen Albrecht verantwortlich fühlte und dieser ungehindert einnetzen konnte. Auch in der Folge blieben die Gäste gefährlich, scheiterten jedoch mit einigen versemmelten Großchancen an sich selbst sowie am gut aufgelegten Torhüter Biewald. Der erste nennenswerte Angriff der Göbel-Schützlinge fand erst in der 45. Minute statt und wurde wesentlich effektiver durchgeführt. Weber zog mit einem satten Schuss aus zentraler Position ab. Gäste Keeper Alexander Gruschel musste den Ball abklatschen lassen. Dieser fiel dem goldrichtig stehenden Joker Felix Busch vor die Füße, der damit den alten Abstand wieder herstellte. Dieses psychologisch wichtige Tor machte den Bemühungen der Krostitzer einen Strich durch die Rechnung und ließ unser Team befreit aufspielen. Weitere Treffer durch Busch, der eine Hereingabe des sich auf der rechten Seite durchsetzenden Schindler verwandelte sowie durch den Passgeber selbst, der zweimal über den herausgelaufenen Gruschel lupfen konnte, komplettierten das klare Ergebnis. Dieses sollte allerdings nicht zu Übermut führen, da sowohl die Qualität der Chancenverwertung in der ersten Halbzeit, als auch das Stellungspiel der Hintermannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit noch Potential aufwies. Mit einem noch etwas konsequenteren Auftreten sollte man jedoch durchaus in der Lage sein, sich am kommenden Sonntag in Schenkenberg für die Demütigung im Pokal zu revanchieren.

Aufstellung: Biewald, Miene, Liebegall, Kittelmann, Grätz, M. Lehmann, Streubel, L. Lehmann, Weber, Schindler, Geppert, Sachse, Rost, Aust, Busch

FH/Bilder Nancy Liebegall