Im zweiten Durchgang alles klar gemacht/Justus, Resi, Dodo und Ecki treffen

SV Laußig 51 - FSV Blau-Weiß Wermsdorf 2:4 (1:1)

Abermals mit einem stark minimierten Kader reisten die Hubertusburger am Samstag nach Laußig. So ging man auf dem Papier zwar als Favorit in die Partie gegen das Tabellenschlusslicht der Kreisoberliga, aufgrund der Personalnot waren die Vorzeichen allerdings ausgeglichener. So gehörten den Platzbesitzern auch die Anfangsminuten der Partie. Ein erster starker Freistoß verfehlte das Gehäuse von Benjamin Schönitz nur denkbar knapp. Auf der anderen Seite war Dominic Arendt nach Steilpass frei durch, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Torhüter Maximilian Heinrich. In der zehnten Spielminute knallte es dann einmal kräftig in Laußig. Justus Keller kam im Strafraum klar zu spät, folgerichtig Elfmeter für die in Rot spielende Heimelf. Patrick Bennour ließ sich diese frühe Möglichkeit nicht entgehen und stellte auf 1:0.

Die Wermsdorfer nun wachgerüttelt, drehten in der Folge mehr und mehr auf. Vor allem über die rechte Angriffsseite rollten einige Angriffe auf das Laußiger Tor zu. Dabei fehlte es den Gästen aber stets am guten Abschluss oder entscheidenden Pass zum Mitspieler. So verzog beispielweise Oliver Jonnek nach feinem Spielzug ordentlich am Tor vorbei oder Justus Keller fand nach guter Passstafette mit seiner Flanke keinen Abnehmer.

Die Platzbesitzer versuchten ihrerseits mit Kontern für Entlastung zu sorgen, kamen dabei aber kaum an gegen die blau-weiße Defensive um Denny Beckedahl. Mitte des ersten Durchgangs dann die bis dato größte Chance zum Ausgleich für die Hubertusburger als Bejamin Münch schön zu Justus Keller ablegt, der aber wiederrum an Torwart Heinrich scheiterte. Die Gäste blieben weiter am Drücker, wollten den Treffer unbedingt noch vor der Halbzeit. Diese fand ihren finalen Zug in der 45. Minute, als es nochmals Freistoß über Denny Beckedahl gibt. Dessen Flanke sucht und findet den Kopf von Justus Keller, der quasi mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich einnicken kann und damit nicht nur seine Mannschaft wieder ran bringt, sondern auch den eigenen Fehler korrigieren kann. Ab ging es in die Halbzeit zum Pausentee.

Die blau-weiße Devise für den zweiten Durchgang war klar, hier sollten drei Punkte her. Während der Start in den zweiten Spielabschnitt noch etwas holprig verlief, machte die Kupfer-Elf in der Folge alle Ambitionen deutlich, dominierte das Geschehen auf dem vom Dauerregen der letzten Tage aufgeweichten Spielfeld.

Nachdem vorher noch Dominic Arendt, Philipp Springer oder Denny Beckedahl scheiterten, war es in der 61. Spielminute einmal mehr Sebastian „Resi“ Freiberg, der zur Stelle war. Wermsdorf torhungriger Sechser vernaschte Torwart Heinrich mit einem Lupfer aus spitzem Winkel und brachte seine Mannen verdient in Führung.

Diese ließen sie sich nun das Spiel nicht mehr nehmen. Nur fünf Zeigerumdrehungen später, Oliver Jonnek wird von Justus Keller außen lang geschickt, findet mit seinem Druckpass in der Mitte Benjamin Münch, dessen Schuss erst noch am Pfosten landet, von Dominic Arendt im zweiten Versuch aber doch noch ins Netz bugsiert werden.

Die Möglichkeiten auf weitere Treffer häuften sich nun, da Laußig kollektiv erschöpft schien und kaum mehr Zugriff auf den Gegner bekam. Eine ganze Palette Chancen ließen die Blau-Weißen noch liegen, ehe Maik Eckert, Wermsdorfs designierter 14er das 1:4 aus Sicht der Platzbesitzer erzielen konnte.

Bei denen keimte in 88. Spielminute nochmal kurz sowas wie Hoffnung auf. Der ansonsten umsichtig leitende Schiedsrichter Stefan Martin bekam nach einem klaren Foulspiel an Robby Staude irgendwie kein Pfiff aus seiner Pfeife, was die weit aufgerückten Hubertusburger im Rückwärtsgang eiskalt aushebelte und mit dem Treffer zum 2:4 durch Christian Völz gleichbedeutend war. Den Abpfiff drillerte der Unparteiische dann wieder souverän. Die Gäste fahren einen hochverdienten, aber dennoch hart erarbeiteten Auswärtssieg ein und sammeln Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe im Heimspiel gegen Bad Düben, bei der Coach Dierk Kupfer wieder auf einige Spieler mehr zurückgreifen können wird.

Schiedsrichter: Stefan Martin

Zuschauer: 35

Aufstellung: Schönitz, Beckedahl, Eckert, Staude, Jonnek (Döring), Freiberg, Münch, Springer, Keller, Untermann (Köppe), Arendt

Justus Keller/Bilder AK