Chancentod in Luppa

SpG Wermsdorf II/Luppa - TSV 1862 Schildau II 1:2 (0:1)

Da die Gäste im sogenannten Norwegermodell spielen, wurde die Partie mit jeweils 8 Feldspielern bestritten. Schiedsrichter Kai Oehmigen, der das Spiel souverän leitete, pfiff pünktlich in Luppa an. Am Ende setzte es eine Heimniederlage, die so nicht unbedingt zu erwarten war. An den fehlenden Zuschauern kann es nicht gelegen haben, denn der Luppaer Sportplatz war mit reichlich 50 Zuschauern gut besucht. Die Kicker aus Luppa und Wermsdorf bestimmten von Anfang an das Spiel. Die optische Überlegenheit mündete allerdings zunächst nicht in klaren Chancen – teilweise fehlte im Vorwärtsgang die Bewegung ohne Ball oder der letzte Pass kam nicht an. Schildau verteidigte sich im Spielverlauf gut. Chancenverwertung der Gäste ebenfalls top – die erste und einzige Möglichkeit im ersten Durchgang nutzten die Gäste zur Führung. Marcus Walter ließ mit einem Flachschuss aus 12 Metern Torhüter Staude in der 32. Minute keine Abwehrmöglichkeit. In den letzten vier Minuten wurden endlich von den Platzbesitzern Chancen kreiert.

Nachdem Tom Köppe sich über rechts durchgesetzt hatte, scheiterte er an Torhüter Max Schmidt – der Ball war noch heiß – sein Nachschuss im 5-Meterraum wurde geblockt. Das Leder sprang zu Simon Johst, der am Hüter scheiterte – Eckball. Nun war der lange vermisste Druck da Carsten Rademacher und Max Wahrig konnten den glänzend aufgelegten Schildauer Hüter nicht überwinden – Pause.

Die Zweite Halbzeit begann wie die Erste. Die Platzbesitzer am Drücker aber ohne klare Chancen – die Gäste mit gelegentlichen Kontern. Zwischenzeitlich wechselte Trainer Robert Natzke mit Tim Körner und Nick Wolf zwei offensive Spieler ein. In der 66. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Handstrafstoß für Schildau – Marcus Wagner verwandelte sicher zum 0:2. Die Spielgemeinschaftler gaben das Spiel noch nicht verloren. Sven Franke kam nicht am Schildauer Hüter vorbei. In der 77. Minute zog Körner auf der linken Seite durch. Sein Dribbling bis auf die Grundlinie veredelte er mit einem Pass auf Wolf, der zum Anschlusstreffer einschob.

Weitere Möglichkeiten folgten. Benjamin Lochert köpfte aus Nahdistanz am langen Pfosten vorbei. Ebenso Körner, der über den Querbalken zielte. Und immer wieder Torhüter Schmidt, der die Punkte festhielt.

In der Nachspielzeit warfen unsere Männer noch mal alles nach vorn – inclusive Hüter Robyn Staude. Als Körner von Wahrig einen genauen Pass in die Schnittstelle der aufgerückten, vielbeinigen Schildauer Abwehr erhielt, war er durch. Allerdings wurde er von einem Schildauer an der Strafraumgrenze zu Boden gerissen. Für diese Notbremse, nicht schön aber aus Sicht der Gäste taktisch vertretbar, gab es folgerichtig die Rote Karte. Tim Körner konnte sich nach dem Foul immer noch nicht beruhigen und musste nach einer unschönen Bemerkung ebenfalls mit Rot runter. Der Freistoß würde vom Hüter noch über den Balken gelenkt – Eckball – Abpfiff – Mund abputzen und nach vorne schauen.

Schiedsrichter: Kai Oehmigen

Zuschauer: 53

Aufstellung: Staude, Wahrig, Lochert, Köppe, Rademacher, Döring, Johst (Franke), Käseberg (Wolf), Untermann (Körner)

AK/Bilder René Wegner