Resis Tore bringen die Hubertusburger auf die Siegerstraße/Trainer mit gutem Wechselhändchen: Dodo und Pat machen den Sack zu

FSV Blau-Weiß Wermsdorf - FC Elbaue Torgau 4:2 (0:1)

Am Samstag empfingen die Hubertusburger den FC Elbaue Torgau unter windigen Wetterbedingungen. Eine Partie, in der die Kräfteverhältnisse noch vor zwei Jahren klar zu Gunsten der Kreisstädter ausfielen. Nun stand das Spiel allerdings unter anderen Vorzeichen. So ging Wermsdorf die Begegnung aufgrund der Tabellenposition gar als Favorit an. Nach vorsichtigem Beginn und beiderseitigen Abtasten in den Anfangsminuten verzeichneten die Gäste den ersten Abschluss – Turbulenzen im Wermsdorfer 5-Meterraum – Maik Eckert köpft den Ball von der Linie. Auf der anderen Seite die Heimelf durch erste Möglichkeiten über Florian Böttger und Justus Keller. Das Spiel aber lange ohne die großen Highlights. Torgau dabei optisch überlegen, dominierend im Mittelfeld, allerdings mit wenig Zug vors Tor von Benjamin Schönitz. So wäre die ereignisarme Partie womöglich bis zum Halbzeitpfiff trefferlos geblieben. Das Leben im Konjunktiv ist ein leichtes. Die blau-weiße Hintermannschaft in der 35. Spielminute also mit einem Geschenk, spielt sich selber aus und Roger Weber aufseiten der Elbauer sagt Danke, stellt die Führung der Gäste her.

Der Spielstand gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand. In jener Pause musste Trainer Dierk Kupfer offensichtlich die richtigen Worte gefunden haben, seine Elf sollte einen Traumstart in den zweiten Durchgang hinlegen. 60 Sekunden nach Wiederanpfiff schrillt bereits die Pfeife, Handelfmeter für die Platzbesitzer. Wie in der Vorwoche verwandelt Sebastian Freiberg unhaltbar – der Ausgleich.

Doch damit noch nicht genug, Wermsdorfs Nummer 5 ließ seinem ersten gleich noch den zweiten Streich folgen. Es waren wiederum nur wenige Augenblicke später, Eckball für Blau-Weiß und Freiberg kämpft den Ball gegen mehrere Gegner über die Linie. Großer Jubel und moralisch mächtig Auftrieb für die Heimmannschaft.

Die Führung hält diese Euphorie in der Folge noch einige Minuten am Leben. Die Blau-Weißen verzeichnen weitere Abschlüsse, um sich dann aber doch wieder zurück zu ziehen und auf Verwaltung zu gehen. So übernehmen die Gäste abermals das Heft der Partie, ohne sich zwingend dem Ausgleich anzunähern. Die Partie plätschert so vor sich hin, einige Aufreger auf beiden Seiten aber wirklich großer Sport war es nicht. Dennoch, wie eine Woche zuvor, kündigte sich eine turbulente Schlussphase an. 75 Minuten waren gespielt, als der ansonsten mit wenig Bällen versorgte Florian Böttger im Sturmzentrum aufdreht, drei Abwehrspieler aus tanzt und mit seinem Pass in der Mitte den eingewechselten Arendt findet, welcher zum 3:1 einschiebt.

Ein Treffer der nach Vorentscheidung roch (Achtung konjunktiv) hätten die Platzbesitzer nicht ein weiteres Geschenk verteilt. So verpennen die Blau-Weißen den Anpfiff und fangen sich im direkten Gegenzug den Anschlusstreffer durch Nico Pottecz. Die Gäste versuchen in den letzten Minuten nochmal gefährlich zu werden, doch die Hubertusburger halten hinten dicht und haben vorne Florian Böttger. Der dreht in der Schlussminute nochmal kurz auf, ähnliche Szene wie vor dem dritten Treffer, nun findet er Patrick Riße, ebenfalls Joker, ebenfalls Tor.

Das 4:2, der Abpfiff und Erleichterung an der Sachsendorfer Straße. Unterm Strich ein Arbeitssieg der Kupferschützlinge, die mit der neuen „Favoritenrolle“ noch sichtlich fremdeln, spielerisch und kämpferisch zurzeit einfach nicht an die ersten Spiele anknüpfen können.

Schiedsrichter: Niclas Trybusch

Zuschauer: 63

Wermsdorf: Schönitz, Beckedahl, D. Weidner (Rademacher), Jonnek, Münch, Eckert, Robby Staude, Freiberg, Böttger, Keller (Arendt), Springer (Riße)

Justus Keller/Bilder Pauline Kamm