Kampf- und Krampfsieg in Dommitzsch/Resi und Becke treffen

Dommitzscher SV - FSV Blau-Weiß Wermsdorf 1:2 (0:0)

Die Hubertusburger gastierten am vergangenen Samstag in Dommitzsch. Dabei reisten die Gäste aufgrund der tabellarischen Situation durchaus als Favorit an. Entsprechend selbstbewusster Beginn der Blau-Weißen. Erster Aufreger der noch jungen Partie, ein starker Beckedahl Freistoß, der allerdings an den Querbalken klatschen sollte. In der Folge plätscherte die Partie so vor sich hin. Wermsdorf allerdings zunehmend unkonzentrierter in der Defensive. Durch einige Abstimmungsprobleme und leichten Fehlern im Aufbau kam nun Mitte der ersten Hälfte auch Dommitzsch offensiver zum Zug. Die Platzbesitzer trauten sich mit fortlaufender Dauer aus der kompakten Defensive in den Angriff, strahlten dabei dann aber doch eher wenig Gefahr aus. Apropos Gefahr, die konnten auch die Wermsdorfer auf der anderen Seite bis zum Pausenpfiff kaum mehr generieren. Die seltenen Abschlüsse durch Oliver Jonnek, Benjamin Münch oder Florian Böttger sind dann doch unter harmlos einzustufen. Viel Luft nach oben also für Durchgang zwei.

 

 

Tatsächlich sollten die Hubertusburger, angestachelt von Trainer Dierk Kupfer, auch aggressiver aus der Pause kommen. Zu merken auch an der Lautstärke auf dem Feld, wo nun deutlich wurde, das da eine Einheit auf dem Platz steht, die das Spiel zusammen gewinnen will. Dommitzsch allerdings ebenfalls mit dem Willen, etwa zählbares in der Heimat zu lassen und in der Mitte des zweiten Spielabschnitts mit den Highlight. Der beste Spieler auf Seiten der Heimelf, Robert Mühlbach, steht nach einer Flanke senkrecht in der Luft, kann seinen genialen Fallrückzieher allerdings nicht mit einem Tor krönen, da Benjamin Schönitz im Wermsdorfer Tor zur Stelle ist. Damit war eine turbulente Schlussphase eingeleitet. Das Spiel dem Ende zulaufend nun auch immer härter geführt. Schiedsrichter Trybusch hatte seine liebe Mühe, das Geschehen unter Kontrolle zu halten. Für den jungen Unparteiischen kam erschwerend hinzu, dass einige Dommitzscher "Fußballexperten" ihre ganze Palette an Kreisliga-Beleidigungen vom Stapel ließen, dabei sogar noch das spielerische Niveau auf dem Platz unterboten. Jene Schreihälse sollten in der 76. Spielminute Zündstoff für allerdings unberechtigten Protest bekommen. Schneller Angriff der Gäste über Florian Böttger, der im Strafraum klar zu Fall gebracht wird. Elfmeter, eine Sache für Sebastian Freiberg, der gewohnt souverän zur 0:1 Führung einschießen kann.

 

 

Der Dosenöffner für turbulente Minuten. Zunächst sind es die Gäste, die nach Wiederanstoß die große Möglichkeit auf die Entscheidung haben. Die Blau-Weißen schieben komplett raus, verpassen allerdings den Torabschluss und nun sollte sich das blinde Vorstürmen rechen. Drei gegen eins Überzahl für Dommitzsch. Der Ball kommt zu Mühlbach und der belohnt sich nun mit seinem Tor, bleibt vor Schönitz ganz cool und trifft zum umjubelten Ausgleich in der 84. Spielminute. Die Hubertusburger am Boden? Die Antwort gab Denny Beckedahl nur zwei Zeigerumdrehungen später. Wermsdorf Abwehrchef sucht mit einem 40 Meter Freistoß einfach mal den direkten Abschluss und wird für den Mut belohnt. Der gegnerische Torwart mit Standschwierigkeiten kommt nicht mehr entscheidend ran. Verhaltener Blau-Weißer Jubel - erstmal das Ding jetzt wirklich über die Zeit bringen.

 

 

Dommitzsch warf nun alles nach vorn, doch die Gäste können stand halten. Unterm Strich ein verdienter, sogenannter dreckiger Sieg der Hubertusburger, die wichtige Punkte mitnehmen, sich spielerisch aber wieder steigern müssen.

Schiedsrichter: Niklas Trybusch

Zuschauer: 34

 

 

 

Wermsdorf: Schönitz, Beckedahl, D. Weidner (Eckert), Jonnek (Riße), Staude, Freiberg, Krezo, Münch, Böttger, Keller, Arendt (Rademacher)

 

Justus Keller/Bilder Dieter Winkler