Hubertusburger erwischen nicht ihren besten Tag - Knackpunkt 2. Halbzeit - Beilrode gewinnt verdient

FSV Blau-Weiß Wermsdorf - FSV Beilrode 2:5 (1:0) Hier gehts zum Beilroder Spielbericht

Am Samstag gastierte der FSV Beilrode an der Sachsendorfer Straße. Wermsdorf, immer noch mit stark dezimiertem Kader, hatte sich für dieses Spiel einiges vorgenommen, schielte man doch zumindest mit einem Auge auf den dritten Tabellenplatz. Mit entsprechend breiter Brust startete die Kupfer-Elf in die Partie, dominierte die Anfangsphase. Philipp Springer, eigentlich Flügelspieler, aufgrund der Personalnot allerdings als Rechtsverteidiger aufgeboten, bewies in der 8. Spielminute seinen Offensivdrang, setzte sich stark gegen 3 Gegenspieler durch und durfte nach abgefälschtem Schuss ins lange Ecke zum Jubeln abdrehen.

Wie in der Vorwoche also die frühe Führung für Blau-Weiß und wie 7 Tage zuvor verloren sie auch nun unerklärlicherweise immer mehr den Faden. Beilrode übernahm in der Folge zunehmend das Heft der Partie, während sich die Platzbesitzer weit zurückzogen und versuchten kompakt zu verteidigen. Was zunächst noch ganz passabel funktioniert, wurde mit fortlaufender Spieldauer immer wackliger. Die Gäste daher mit ersten Schusschancen, zwingende Möglichkeiten blieben aber noch aus. Auf der anderen Seite setzten die Hubertusburger Nadelstiche in Form von schnellen Kontern. Benjamin Münch per Schuss aus dem Rückraum sowie Florian Böttger nach Freistoßflanke scheiterten allerdings an Robert Lux im Gästekasten. Die beste Möglichkeit auf den zweiten Treffer hatte dann Justus Keller, der plötzlich frei vor Lux auftauchte, jedoch zu lange zögerte und letztlich eher kläglich vergab.

Ab Mitte der ersten Hälfte kaum mehr Befreiung für die Platzbesitzer, Beilrode dem Ausgleich nun näher. Der Pausenpfiff kam den Hubertusburgern daher recht gelegen. Zeit sich zu sammeln und neu zu sortieren. Eine Ordnung sollten die Wermsdorfer allerdings nicht wieder finden. Die nächsten 45 Minuten können getrost als die schlechtesten der bisherigen Saison verbucht werden. Der erste blau-weiße Schock bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff: Kaum Gegenwehr auf Außen, Druckpass nach innen wo Eric Möbius unbedrängt zum Ausgleich einschieben kann. Der Anfang vom Ende. Nochmal ein letztes, kurzes Aufbäumen der Hubertusburger, fast zu kurz um hier Erwähnung zu finden. Erst wird eine gute Möglichkeit für Patrick Risse nach vermeintlichem Abseits abgepfiffen, dann bleibt die Pfeife nach Foul an Florian Böttger stumm, schneller Gegenangriff, Wermsdorf kommt nicht in die Zweikämpfe und Dave Diener bedankt sich mit seinem Treffer zum 2:1 aus Sicht der Gäste.

Es reihten sich nun Fehler an Fehler im Spiel der Heimelf, die komplett von der Rolle war, dem Gegner nichts mehr entgegenzusetzten hatte. Wenige Zeigerumdrehungen später nutzte Rick Packheiser diese Arbeitsverweigerung der Hubertusburger und erhöhte auf 1:3. Auch Tobias Galistel durfte sich noch ins Protokoll eintragen als er in der 78. Spielminute auf 1:4 stellte. Auf der anderen Seite ein Glückstreffer für Blau-Weiß, etwas Ergebniskosmetik – 2:4 in der 83. Minute durch Keller. Vielleicht noch ein letztes Aufbäumen?

Von wegen, Anstoß Beilrode, Handspiel Wermsdorf, Elfmeter Beilrode, Tor Beilrode. 2:5 – Endstand. Krachend holt der FSV aus Beilrode den FSV aus Wermsdorf also wieder auf den Boden zurück. Schwache Leistung der Kupfer Schützlinge, die im zweiten Durchgang alle Tugenden des Fußballs vermissen lassen und sich jetzt kräftig schütteln müssen um im nächsten Spiel wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden.

Schiedsrichter: Markus Lederer

Zuschauer: 92

Wermsdorf: Schönitz, Freiberg, Jonnek, Beckedahl, Eckert (Köppe), Staude, Münch, Keller, Riße (Untermann), Böttger (Lochert), Springer

Justus Keller/Bilder: Franka Keller