3 Auswärtspunkte in einem umkämpften Spiel/Jakov, Dodo und Flori treffen!

SV Doberschütz/Mockrehna - FSV Blau-Weiß Wermsdorf 0:3 (0:1)

Am Samstag gastierten die Wermsdorfer beim SV Doberschütz-Mockrehna. Das Lazarett der Gäste hatte sich seit dem Derbysieg über Mügeln in der vergangen Woche bedauerlicherweise nicht gelichtet, ein Kieferbruch von Nico Lippert die lange Verletztenliste sogar noch ergänzt. Die Hubertusburger also wieder einmal mit einer neuformierten Mannschaft, trotzdem aber mit dem Ziel Zählbares aus der Fremde mitzubringen. Entsprechend energisch der Beginn, bereits nach wenigen Spielminuten kam Justus Keller dem Führungstreffer nah, nach Kombination mit Maik Eckert traf der Ball aber nur den Pfosten. Wenig später sollte es dann aber doch klappen. Den stürmischen und deutlich überlegenen Beginn der Hubertusburger krönte Kroate Jakov Krezo, der nach einem vom Torwart unzureichend geklärten Beckedahl Freistoß gedankenschnell reagiert und einschob.

In der Folge ließen die Gäste Doberschütz nun aber besser ins Spiel kommen. Durch nervöses Abwehrverhalten und Passivität in der Manndeckung eröffneten die Blau-Weißen den Platzbesitzern immer wieder Räume. Glücklicherweise wussten diese jenen Platz kaum gefährlich zu nutzen, wurde es dann doch brenzliger rettete Benjamin Schönitz im Tor für seine teilweise diffus verteidigenden Vorderleute. Auf der anderen Seite hatte die Doberschützer Abwehr allerdings ähnliche Probleme, doch auch hier konnte Wermsdorf bis zur Pause kein Kapital mehr daraus schlagen.

Nach 45 Spielminuten eine Partie mit wenig Niveau, einer ungewohnt unkonzentriert und unorganisiert wirkenden Blau-weißen Hintermannschaft und daraus resultierend einigen Torchancen auf beiden Seiten. Eine Rotation innerhalb der Startaufstellung sollte wieder mehr Stabilität für die Gäste bringen. Benjamin Münch, der auf der Rechtsverteidigerposition aushelfen sollte, rückte wieder auf die gewohnte zentrale Position auf der Sechs und brachte so die Ordnung ins Wermsdorfer System zurück. Auch eine andere Umstellung sollte sich früh auszahlen. Keller, der auf die Außen rückte setzte sich dort durch und passte auf im Rückraum lauernden Dominic Arendt, dieser stoppt den Ball, kurzer Blick nach oben und dann ein Sonntagsschuss am Samstag, von der Sechszehnmetergrenze direkt in den Winkel. Große Freude für Blau-Weiß, ein ganz wichtiger Treffer des jungen Stürmers.

Die Hubertusburger nun mit mehr Stabilität, aus einer kompakten Abwehr heraus mit viel Zugriff auf das Spiel. Vor allem die agilen Arendt und Böttger, sowie Kroatien Export Krezo drehten nun auf. Richtig gefährlich sollte es allerdings zunächst nochmal auf der anderen Seite werden. Nach einer streitbaren Ecke plötzlich ein Pfiff und zum Entsetzen der Gäste Elfmeter für Doberschütz, nachdem Schiedsrichter Thänert ein Handspiel gesehen haben wollte. Allerdings hat Blau-Weiß dieser Tage eine Wand mit der eins auf dem Rücken und der Kapitänsbinde um den Arm in Tor.

Und so begrub Schönitz auch dieses mal, fast schon in gewohnter Manier, den Elfmeterschuss von Tom Opfermann einfach unter sich und damit auch kurze aufkeimende Hoffnungen der Platzbesitzer. Die dennoch weiter alles versuchten und in Carsten Springer ihren besten Offensivmann hatten, heute aber einfach nicht am Wermsdorfer Schlussmann oder der nun vielbeinigen Defensive vorbei kamen. Auch Keller hatte heute einen Endgegner, namentlich Pfosten, den er wenige Zeigerumdrehungen später nach Beckedahl Freistoß wieder traf. Den Schlusspunkt der Partie setzte wiederum Florian Böttger in der 84. Minute. Nachdem Wirbelwind Arendt im Strafraum nur noch per Foul zu stoppen war und es folgerichtig Elfmeter gab, nutzte die Nummer 10 diesen souverän, erhöhte auf 0:3 und sein persönliches Torekonto auf fünf.

Am Ende gewannen die Hubertusburger dank einer ansprechenderen zweiten Hälfte verdient. Ein, wie man so schön sagt dreckiger Sieg nach einer alles in allem mäßigen blau-weißen Vorstellung. Dennoch ganz wichtige Punkte und weiteres Selbstvertrauen, dass auch solche Spiele gewonnen werden können.

Schiedsrichter: Michael Thänert

Zuschauer: 26

Wermsdorf: Schnötiz, Staude, Beckedahl, Münch, Freiberg (Köppe), Keller, Krezo, Springer, Eckert (Döring), Arendt (Untermann), Böttger

Justus Keller/Bilder AK