Antwort kam nach der Pause

Luppa/Dahlen/Wermsdorf - Merkwitz 4:0 (0:0)

Nach dem ernüchternden Pokalauftritt am Sonntag erwartete das Trainerteam Göbel/Juretschke die passende Antwort der Mannschaft im Derby gegen den SV Merkwitz. Nach Anpfiff erlebten die zahlreichen Heimfans allerdings ein Déjà-vu. Die einfalls- und ereignislose erste Hälfte erinnerte nur zu sehr an die Vorstellung in Schenkenberg. Einen Unterschied gab es jedoch: Keeper Paul Biewald war nicht gezwungen, hinter sich greifen zu müssen.  Nach der Pause mussten sich die Anhänger jedoch verwundert die Augen reiben. Auf dem Platz stand jetzt eine ganz andere Mannschaft. Offensichtlich hatten die Trainer in der Kabine die richtigen Knöpfe gedrückt. Es wurde gepresst, kombiniert, die Lücken gefunden, ohne Ball gelaufen, den Abschluss gesucht – kurz, es wurde endlich wieder richtig Fußball gespielt. Den Gästen verging Hören und Sehen, so stark wurden sie in die eigene Hälfte gedrückt und zu Fehlern gezwungen.

Das Führungstor war nur eine Frage der Zeit. Es fiel in der 43. Minute, als Tobias Weber mit einem satten Schuss aus 20 Metern der gegnerischen Torfrau keine Chance ließ. Die Platzbesitzer ruhten sich jedoch nicht auf dem Torerfolg aus und setzten konsequent nach. Wie entfesselt wirkte die Mannschaft und zeigte äußerst sehenswerte Spielzüge, die mit dem entsprechenden Zählbaren belohnt wurden. Lukas Geppert (49.) sprintete sich zunächst durch die Merkwitzer Abwehrkette und nagelte einen satten Schuss in die Maschen. Zwei Tore nach Standards komplettierten das Ergebnis. Tim-Anthony Streubel (51.) vollstreckte aus der Drehung eine Eckball-Hereingabe per Direktabnahme. Fünf Minuten später ahndete Schiedsrichter Pfütze ein hohes Merkwitzer Bein im eigenen Strafraum und hob den Arm. Den folgenden indirekten Freistoß nutzte Constantin Miene trotz der gelb-schwarzen Mauer von allen auf der Torlinie befindlichen Merkwitzern zum 4:0-Endstand. Freudestrahlend nahm die Spielgemeinschaft nach Abpfiff die zahlreichen Glückwünsche und Lobe entgegen, hatte man doch gezeigt, welches Potential in der Mannschaft steckt. Schade eigentlich, dass bis zum nächsten Punktspiel am 22. Oktober in Schildau ein ganzer Monat Pause eingelegt werden muss.

Aufstellung: Biewald, Liebegall, Miene, Kittelmann, Grätz, Rost, Streubel, Aust, Schindler, Sachse, Geppert, Hammer, L. Lehmann, Rost, Wagner, Busch, Meyer

FH/Bilder Jan Heerklotz