Hubertusburger bringen drei Auswärtspunkte mit/Benjamin hält einen Elfer/Florian trifft gegen die Concorden doppelt

SV Concordia Schenkenberg - FSV Blau-Weiß Wermsdorf 1:2 (1:0)

SV Concordia Schenkenberg - FSV Blau-Weiß Wermsdorf (1-2) (Alexander Prautzsch) (3)

Gleich sechs Spieler die gegen Dahlen noch in der Startelf standen, verpassten das Auswärtsspiel der Hubertusburger bei der Concordia in Schenkenberg aufgrund von Verletzungen oder Sperren. Coach Dierk Kupfer musste seine Mannschaft folglich auf einigen Schlüsselpositionen umstellen, zählbares aus der Fremde mitzunehmen wurde also nicht unbedingt erwartet.

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Die neuformierte Mannschaft startete jedoch überraschend souverän in die Partie, vor allem der agile Dominic Arendt im Sturm wusste die Schenkenberger Hintermannschaft von Beginn an unter Druck zu setzen. Überragend aufgelegt zeigte sich an diesem Samstag auch Kapitän und Torwart Benjamin Schönitz, der sich in der 13. Spielminute endgültig den Namen Elfmeterkiller erarbeitete, als er jenen von Rinaldoni unter sich begrub und sicher hielt. Die Platzbesitzer in der Folge aber zunehmend konsequenter, erzielten durch Schulze's Kopfballtreffer in der 21. Minute dann doch das 1:0. Der Favorit blieb nun weiter am Drücker, Schönitz verhinderte ein ums andere mal einen Führungsausbau. Halbzeitpause und die Analyse, dass noch mehr geht, ein Punkt, vor der Partie in weiter Ferne doch garnicht mehr allzu unrealistisch daher käme.

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Die erste Viertelstunde im zweiten Spielabschnitt, bekanntlich nicht Wermsdorfs beste Zeit überstanden die Gäste ohne weiteren Gegentreffer, um danach das Offensivspiel zu forcieren. Florian Böttger spielte sich nun mehr und mehr in den Vordergrund und trieb das Spielgerät immer wieder in Richtung des Tores von Marcus Henning. Doch auch dessen Concorden blieben gefährlich und hatten hochkarätige Möglichkeiten um auf 2:0 zu stellen. Jener Treffer blieb aus, so witterten die Blau Weißen ihre Chance und stellten um. Beckedahl als Waffe ins Sturmzentrum, der erfahrene Eckert als Spielmacher an hinterste Stelle in die Defensive. Der Mut sollte sich auszahlen und spät belohnt werden. Weite Freistoßflanke in den Strafraum, wo Böttger am höchsten springt und unhaltbar ins lange Eck einköpft (85. min). Eine fulminante Schlussphase war eingeleitet. Erst scheiterte Schenkenberg im direkten Gegenzug an  den Reflexen von Schönitz, dann brach der Querbalken auf der gegenüberliegenden Seite beinahe durch, als Beckedahl einen Standard von der Mittellinie (!) dagegen hämmerte. Es blieb weiter keine Zeit zum Durchatmen. Böttgers Moment war gekommen. Zwei Minuten über der Zeit. In der Wermsdorfer Hälfte kommt die Nummer 10 an den Ball, schneller Antritt, leichte Körpertäuschung und Beinschuss gegen den heranspringenden Verteidiger, drei kurze Schritte, der Blick nach oben und aus gut 40 Metern setzt er an zum Heber. Der zu weit vor seinem Tor stehende Henning macht sich ganz lang, doch ist bei dieser Bogenlampe machtlos. Der Ball zappelt im Netz und der Siegtorschütze unter einem blau weißen Haufen aus Spielern und Verantwortlichen. Die Hubertusburger entführen nach großem Kampf, dem nötigen Quentchen Glück und überragenden Toren und Paraden drei nicht für möglich gehaltene Punkte aus der Fremde und richten nun ihre Blicke auf das anstehende Pokalwochenende mit Spielen in Torgau (Erste Mannschaft) und gegen Oschatz (Spielgemeinschaft Luppa/Wermsdorf).

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Aufstellung: Schönitz - Robby Staude (Wahrig), Beckedahl, Dominik Weidner (Johst) - Freiberg, Köppe - Eckert (Döring), Krezo, Lippert - Arendt, Böttger

Schiedsrichter: Bodo Fritz

Text: Justus Keller

Bilder: Alexander Prautzsch (Quelle LVZ Sportbuzzer)